Hier gibt es Farbe, Malpapier und Essen

„Die Vereinsgründung ist ein wichtiger Etappensieg“, freuen sich Ursula Töllner, Margret Meisterernst und Maren Fiebig (v.l.) vom Verein „Inselatelier“. (Foto: Foto: pr)

Das Inselatelier ist jetzt ein eingetragener Verein

von Sabine Deh, Kirchdorf-Süd
Das Inselatelier ist toll. Da gibt es Farbe und ganz viel Malpapier und wir essen da auch immer“, schwärmt die zehnjährige Celina von dem Ort, an dem sie drei Mal in der Woche ihre Nachmittage verbringt. Seit rund 18 Monaten gibt es das kreative Angebot am Dahlgrünring. „Jetzt ist das Inselatelier als gemeinnütziger Verein eingetragen und wird seine Arbeit als integrativer Kunst- und Kulturverein in Kirchdorf-Süd weiter ausbauen“, so die 1. Vorsitzende Maren Fiebig. Der neue Status soll am Freitag, 7. Dezember, im Freizeithaus Kirchdorf-Süd, Stübenhofer Weg 11, mit einer Ausstellung, Lesung und Kabarett gefeiert werden. Beginn: 18 Uhr.
Im Schnitt nehmen pro Woche rund 60 Kinder und Erwachsene das Angebot der ehrenamtlichen Organisatoren wahr. Die Saga/GWG stellte dafür unentgeltlich 60 Quadratmeter große Räume am Dahlgrünring zur Verfügung. Dort wo die Mieter früher ausgiebige Saunagänge absolvierten, treffen sich heute Menschen mit und ohne Behinderung, um ihren kreativen Ideen freien Lauf zu lassen. Mittwochs, donnerstags und freitags wird im Inselatelier gemalt, gebastelt und fotografiert. Die Besucher arbeiten an Skulpturen oder verschönern gemeinsam die ehemals nackten Betonwände.
Entstanden ist dieses Projekt unter der Federführung von Maren Fiebig. Die 50-jährige Pädagogin und Künstlerin wohnt im benachbarten Moorwerder und findet, dass die Bewohner von Kirchdorf-Süd immer noch von Politik und Behörden vernachlässigt werden. Bei ihren Bemühungen etwas Farbe und Freude in das Leben der schwächsten Menschen aus dem Quartier zu bringen, wird sie unterstützt von ihrer Stellvertreterin, der Pädagogin Ursula Töllner und Margret Meisterernst, einer Künstlerin, die den Posten des Kassenwarts übernommen hat sowie einer Reihe freiwilliger Helfer.
Das kreative Angebot hat sich in der Zwischenzeit im Quartier herumgesprochen. „Leider sind unsere räumlichen und materiellen Kapazitäten begrenzt, weshalb wir leider viel zu häufig die Ateliertüren schließen müssen, weil kein Platz mehr frei ist“, bedauert Maren Fiebig. Der Verein hofft, dass es ihm im kommenden Jahr gelingt, mit Hilfe von Spendengeldern eine Vollzeitstelle finanzieren zu können und genug Geld zusammen zu kratzen, um ein von den Kindern und Jugendlichen sehnlichst gewünschtes Filmprojekt auf die Beine zu stellen.
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