Hier fehlt ein Kunstrasenplatz

Anton Mazrekaj (l.) und Olaf Block wollen, dass der Veddeler Sportplatz so schnell wie möglich einen Kunstrasenbelag bekommt.

Sportplatz Slomanstraße: Klub Kosova will Kunstrasen mitfinanzieren – Bezirk plant Sanierung erst für 2016

Kaum jemand freut sich über Regen, doch für Olaf Block ist schlechtes Wetter eine Katastrophe. „Hier spielt heute keiner mehr Fußball“, sagt der Jugendwart des Klub Kosova und schaut auf die großen Pfützen, die sich auf dem Sportplatz Slomanstraße gebildet haben. Wäre der Platz mit Kunstrasen statt mit Grand belegt, könnten die Mädchen und Jungen bei jedem Wetter Fußball spielen, sagt der 42-Jährige.
Auch Anton Mazrekaj (33), Erster Vorsitzender des Klub Kosova, setzt sich für einen Kunstrasen ein. Der 33-Jährige Unternehmer, dessen Verein die Veddeler Jugendmannschaften im Oktober 2013 vom FC Dynamo Hamburg übernommen hat, will sogar 100.000 Euro für den Sportplatz locker machen. „Der Kunstrasenplatz wäre eine Aufwertung für den ganzen Stadtteil“, sagt Mazrekaj.
Mit der Großspende hofft Mazrekaj, die Sanierung des Platzes beschleunigen zu können. Denn der Bezirk Mitte plant sie frühestens für 2016. „Es gibt eine Prioritätenliste nach Jahren“, sagt Bezirksamt-Sprecherin Sorina Weiland. Im Bezirk Mitte wären vorher die Plätze Marckmannstraße in Rothenburgsort und Landesgrenze in der Georg-Wilhelm-Straße 6 dran.
Mit Mazrekaj hätte es bereits Gespräche gegeben, einig sei man sich jedoch nicht geworden. „Bedingung für die Beteiligung war, dass der Klub Kosova die Anlage allein führt und komplett mit seinen Mannschaften bespielt“, erklärt Weiland. Das hätte eine Verdrängung der anderen Vereine zur Folge und sei nicht im Sinne der Sportler auf der Veddel.
Auch die Schule auf der Veddel nutzt den Sportplatz. „Als Ganztagsschule brauchen wir den Platz auch immer mehr für den Nachmittagsunterricht“, sagt Schulleiterin Hiltrud Knauer. Sie hat bereits bei Aurubis angefragt, zudem plant ihre Schule am Dienstag, 20. Mai, einen Sponsorenlauf, um Geld zu sammeln. Wer die jungen Läufer unterstützen möchte, kann sich bei Lehrer Eike Hübenthal unter huebenthal.mint@gmail.com melden.

Vom 20. August bis 2. November 2012 wurden alle Öffentlichen Sportplätze in Hamburg untersucht und bewertet. Das beste Ergebnis wäre 100 Prozent (= uneingeschränkt nutzbar). Weitere Kategorien: Nahezu uneingeschränkt nutzbar (83 %); eingeschränkt nutzbar (66 %); stark eingeschränkt nutzbar (50 %); in der Regel nicht nutzbar (33 %) sowie nicht nutzbar (16 %).
Werte für die Wilhelmsburger Spielfelder:
Slomanstraße: 75,00 Rotenhäuser Damm: 79,25
Turmplatz: 80,42 Perlstieg: 84,17
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