Helmut Schmidt ließ sich feiern

Die Ehrengäste des Gymnasiums: Helmut Schmidt und Dorothee Stapelfeldt. (Foto: Angela Dietz)

KiWi-Gymnasium nach ehemaligem Bundeskanzler umbenannt

von Angela Dietz

Nur selten wird eine Schule nach einer noch lebenden Person benannt. In Wilhelmsburg passiert dies nun schon zum zweiten Mal. Nach der Umbenennung der Gesamtschule Kirchdorf in Nelson-Mandela-Schule heißt das Gymnasium Kirchdorf Wilhelmsburg (KiWi) ab sofort Helmut-Schmidt-Gymnasium. Altbundeskanzler Helmut Schmidt erschien höchstpersönlich zur Feier.
An seiner Seite seine Freundin und ehemalige Mitarbeiterin Ruth Loah und Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Dorothee Stapelfeldt. „Die Umbenennung ist für uns ein Neuanfang“, erklärte Schulleiter Volker Clasing, „dafür bedanke ich mich bei Ihnen, Herr Schmidt!“ Den Neuanfang der Schule stellte Clasing auch in einen Zusammenhang mit der Entwicklung Wilhelmsburgs insgesamt. Zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung gehöre der Bildungsauftrag und lebenslanges Lernen.
Schmidt begeisterte die Festgäste gleich mit einer Anekdote. Er habe auf einem neuseeländischen Fluzeug einen gemalten, roten Vogel gesehen. „So kann der Laufvogel KiWi also doch fliegen!“ Anschließend schlug er in seiner Rede einen großen Bogen von der Sturmflut, über die Hamburger Politik und Wilhelmsburg bis zu Bildungsfragen. Die Schüler dankten es ihm mit Top-Beiträgen: Fünftklässler sangen vergnüglich-rhythmisch die Silben des Namensgebers, eine siebte Klasse präsentierte ein selbst produziertes Radiofeature zur Sturmflut, die Oberstufenschüler Laura Möbus und Johnvir Singh Khattar stellten launig das Leben Helmut Schmidts vor.
Neben der herausragenden Rolle, die Schmidt als Innensenator 1962 während der Sturmflut-Katastrophe gespielt hat, ging es vielfach um die Persönlichkeit des Sozialdemokraten. Ob Volker Clasing, Dorothee Stapelfeldt oder Schüler sprachen, immer erwähnten die Festredner die moralische Integrität, die Entschlusskraft und die Haltung des 93-jährigen Politikers und Publizisten.
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