Hausflur wird zur Lesebühne

Die jungen Autorinnen am Schauplatz der Lesung: im Treppenhaus. (Foto: Dolle Derns)

Dolle Derns laden zur Treppenhauslesung

von Angela Dietz

Manege, nein, Treppenhaus frei!“ heißt es zur 4. Treppenhauslesung am Donnerstag, 22. November, um 19 Uhr, im Erlerring 9. Sechs Mädchen aus Kirchdorf Süd und jede Menge eigene Geschichten, das ist bei den „Dollen Deerns“ in vier Jahren zur Tradition gereift.
Workshop-Leiterin Dilsat Sen hat über viele Wochen mit den 14- bis 18-jährigen Teilnehmerinnen an den eigenen Texten gearbeitet. Der Schreib- und Theaterworkshop stärkt die Zusammengehörigkeit der Mädchen. Stilistik und Themen waren freigestellt. „Manchmal müssen die Mädchen dabei auch über ihren eigenen Schatten springen“, erzählt ŞSen. Sie zeigen sich manchmal sehr persönlich und müssen sich außerdem auch der Kritik stellen.
„Wir stellen die Mädchen mit ihren Lebensgeschichten in den Mittelpunkt“, erläutert Nihada Moric, Leiterin der Dollen Deerns. „Damit zeigen sie ihre sprachlichen Kenntnisse und Erfahrungen und spiegeln die kulturelle Vielfalt des Mädchentreffs wieder.“
Herausgekommen sind höchst unterschiedliche Sketche, Szenen, innerer Monolog und Kurzprosa. Die Texte handeln vom amüsanten Verwirrspiel zweier Schwes-tern, von der Angst vor Straßengangs und von anderen gesellschaftsrelevanten Themen wie Bildung und Armut. Es ist höchst aufschlussreich, wie kritisch und selbstkritisch die jungen Mädchen in die Welt und in den Spiegel schauen. Und sie schaffen es, in ihren Texten manchmal tiefernst und manchmal geradezu witzig zu sein.
Außerdem liest Kerstin Schäfer aus ihrem Wilhelmsburg-Buch „Die wilde 13“. Ermöglicht wird die Treppenhauslesung durch die Preuschhof-Stiftung und Südkultur.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.