Hafenquerspange A26-Ost - Die Alternativen liegen auf dem Tisch

Zukunftsplan für mehr Wohnen, mehr S-und U-Bahn und qualitative Verbesserung des Hafenverkehrs

Der Bundestag wird in diesen Tagen die A 26-Ost mit der Mehrheit von CDU und SPD in den "vordringlichen Bedarf" einordnen. Jetzt liegt der Ball wieder im Hamburg. Die Alternative: Mehr Wohnungsbaugebiete in Wilhelmsburg, Nachfolgelösung für die Köhlbrandbrücke, qualitativer Sprung im S-Bahn-Verkehr, Planung einer Verlängerung der U4

Die Bundestagsmehrheit hat nicht auf Gutachter wie die SVU Dresden gehört, die statt einer neuen Autobahn auf besseren Schienenverkehr setzten, nicht auf das Bundesumweltamt, nicht auf den BUND und den NABU sowie die kritischen Stimmen aus Wilhelmsburg, sondern ermöglicht die DEGES-Autobahn quer durch Moorburg und Wilhelmsburg.
Jetzt muss sich Hamburg entscheiden:
Will Hamburg den Pendlerverkehr über die Autobahn mitten in die Stadt holen oder für ihn die S-Bahn und ihre Anschlüsse an die Stadtteile erheblich verbessern und endlich die Planung der Verlängerung der U-Bahn in Angriff nehmen?
Will Hamburg eine erhebliche Mitfinanzierung einer qualitativ und quantitativ besseren Nachfolge für die Köhlbrandbrücke durch den Bund erreichen oder den Bund mit einer sicherlich 2-3 Mrd. teuren und für den Hafenverkehr ziemlich nutzlosen DEGES- Autobahn belasten?
Will Hamburg die Olympiapläne für einen Tunnel vom Veddeler Damm zur B75 verwirklichen oder den Schwerlastverkehr auch in Zukunft in vollem Umfang durch die Veddel lenken?

Flächen für den Wohnungsbau

Die IBA hatte für das Gebiet Hauland 800 Klimahäuser geplant - die Pläne sind faktisch gestrichen vor allem wegen der geplanten Autobahn.
Die Handelskammer hatte Wohnungsbau nördlich und südlich der Kornweide vorgeschlagen - genau dort soll die DEGES-Autobahn mit einem Knoten Stillhorn und einer neue Anschlussstelle über die Otto-Brenner-Straße entstehen.
Bisher noch nicht im Blick ist das Quartier Süderelbe, jetzt belegt mit verschiedenen Gewerbebetrieben. Möglich wäre hier ein "urbanes Gebiet" bis heran an die Süderelbe - ein Gegenstück zum Harburger Binnenhafen. Voraussetzung dafür aber ist der Anschluss an S-Bahn und U-Bahn.

Grüne und SPD müssen sich entscheiden

Den Grünen liegt am 26.November bei ihrer Mitgliederversammlung im Bürgerhaus Wilhelmsburg ein Antrag von Mitgliedern der Grünen für eine Alternativenprüfung vor. Gespannt darf man sein auf das Votum der Bundestagsabgeordneten Hajduk und Sarrazin, die dort wieder für den Bundestag aufgestellt werden wollen.
Die SPD muss klären, wie ernst sie ihre Forderung nach Wohnungsbau innerhalb der Stadt nimmt: WIrd der Wilhelmsburger Süden einer Autobahn geopfert?

Wilhelmsburger und Moorburger Gruppen stellen ihre Alternativen im Bürgerhaus aus

Am Sonnabend ab 9:30 werden Vereine und Gruppen aus Moorburg und Wilhelmsburg ihre Vorstellungen im Foyer des Bürgerhauses ausstellen. Schon jetzt sind die Vorlagen im Internetzu finden, etwas ausführlicher auch in einem Aufsatz des Verfassers dieses Artikels.
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