Grünes Licht für Reichsstraße

Bund bezahlt Verlegung der Reichsstraße– Enttäuschung im Stadtteil

Das Bundesverkehrsministerium hat grünes Licht für die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße gegeben. Rund 130 Millionen Euro will der Bund in den etwa fünf Kilometer langen Straßenabschnitt investieren. Was für Wirtschaftssenator Frank Horch „eine gute Nachricht besonders für die Menschen in Wilhelmsburg“ ist, mit Entwicklungsmöglichkeiten für den Stadtteil, kommt bei vielen Bewohnern der Elbinsel überhaupt nicht gut an. Vor allem die Engagierten Wilhelmsburger sind auf Zinne.
„Den rein theoretischen zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten steht konkreter sozialer Abstieg in den angrenzenden Wohngebieten gegenüber“, erklärt Jochen Klein, Sprecher der Engagierten. Die Gruppe zeigt sich insbesondere enttäuscht von Bürgermeister Olaf Scholz, der vor der Wahl versprochen hatte, die Pläne noch einmal unter die Lupe nehmen zu wollen. Doch nichts sei geschehen. Klein: „Stattdessen schickt sich die SPD-Regierung an, die hastigen Pläne Hajduks ohne eigenes Konzept eins zu eins umzusetzen.“
Zurzeit läuft das Planfeststellungsverfahren, in dem Bürger ihre Bedenken einbringen können. „Nach erfolgreichem Abschluss des Verfahrens kann bereits im Jahr 2012 mit den Arbeiten an der neuen Trasse begonnen werden“, erklärt Helma Krstanoski,Sprecherin der Verkehrsbehörde. Fest steht allerdings bereits jetzt, dass die Verlegung der Reichsstraße keinesfalls wie ursprünglich geplant bis zur Internationalen Gartenschau 2013 fertigestellt werden kann. Das macht wiederum den Gegnern Hoffnung: „Jetzt ist genügend Zeit für eine ordentliche Regierung, gemeinsam mit den Bürgern für ordentliche Planungen zu sorgen“, so Jochen Klein.
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