Gibts neue Fahrradständer?

Seit über einem Jahr stehen Baucontainer auf dem Busplatz an der S-Bahn Veddel. Foto: ad

Dauerbaustelle S-Bahnhof Veddel: Bis März soll alles fertig sein

von Angela Dietz

Immer mehr Wilhelmsburger fahren mit dem Rad zur S-Bahn Veddel. Der Fahrradunterstand an der Haltestelle ist allerdings in einem miserablen Zustand: kaputt, verdreckt und technisch völlig veraltet, obendrein mit verrotteten, herrenlosen Fahrrädern zugestellt. Der Modernisierungsumbau für 1,7 Millionen Euro scheint insgesamt nicht recht voranzukommen. Baubeginn war im Herbst 2010, ein Ende ist nicht in Sicht.
Zuständig sind am Bahnhof verschiedene Institutionen. Die Modernisierung der Haltestelle liegt in den Händen der S-Bahn. „Der Eindruck der Fahrgäste täuscht“, sagt Sprecherin Sabine Brunkhorst. Der Aufzug, die teilweise Erneuerung des Bahnsteigbelages, die Ausstattung und das Wegeleitsystem sei im Juni letzten Jahres fertiggestellt worden. Dann habe eine Baufirma Insolvenz angemeldet, so dass die Arbeiten ruhten. Im November 2011 sei es weitergegangen. „Im ersten Quartal 2012 soll alles fertig sein“, so die S-Bahnsprecherin.
Für den maroden Radunterstand ist der Bezirk Mitte zuständig. Die gute Nachricht zuerst: Voraussichtlich Ende Februar wird das Bezirksamt neue Bügel zum Fahrrad anschließen anbringen. „Die Fahrradleichen werden zweimal im Jahr von unseren Mitarbeitern des Bezirklichen Ordnungsdienstes markiert und entfernt,“ sagt Behördensprecher Lars Schmidt-von Koss. Gegen die Verschmutzung kämen die drei zuständigen Mitarbeiter der Grünabteilung vor allem im Herbst und Winter wegen des Laubs jedoch kaum an.
Doch ist es mit ein paar neuen Bügeln für die Masse der Radler schon getan? Das Bezirksamt Mitte und die P+R Betriebsgesellschaft verhandeln zurzeit über eine neue Fahrradabstellanlage für 40 Drahtesel, die die vorhandenen sechs grünen Doppelboxen ersetzen würde. Das städtische Unternehmen betreibt in Hamburg schon 1.100 solcher Stellplätze.
„Eine Fahrradabstellanlage besteht aus überdachten und eingezäunten Anlehnbügel mit einer Eingangstür“, erklärt P+R Sprecher Daniel Ruhnau. „Jeder Nutzer bekommt einen eigenen Schlüssel.“ Allerdings ist so ein Platz nicht kostenlos zu haben. Wie bei der Boxennutzung beträgt die Miete eines Stellplatzes acht Euro im Monat.
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