Gewaltaufruf im Internet sorgt für Empörung
Vor der Demo sorgte ein Gewaltappell im Internet für Aufregung. Linksautonome hatten dazu aufgerufen, „dem Bezirksamt Mitte in offener Feindschaft gegenüberzustehen.“ Der Drohung „Wir werden - sofern Schreiber seine eskalative Strategie fortsetzt - militante Aktionen durchführen" folgte ein Lageplan mit möglichen Angriffszielen in Wilhelmsburg - Supermärkte, Tankstellen, Immobilienbüros, Polizeirevier und SPD-Abgeordnetenbüro.
Mit diesem Gewaltaufruf haben die Verantwortlichen Zomia keinen Gefallen getan. Das Freizeithaus Kirchdorf-Süd und der Verein Zukunft Elbinsel, den Bauwagenleuten bislang eher wohlgesonnen, distanzieren sich entschieden. Vereinsmitglied Michael Rothschuh zum Gewaltappell: „Wer meint, so das Verbleiben von Zomia unterstützen zu können, muss wissen, dass er das Gegenteil bewirkt: Gute Nachbarschaft wird so zerstört, Vertrauen wird verkehrt in Misstrauen, das Klima wird vergiftet." Zomia müsse sich nun vom Gewaltaufruf eindeutig distanzieren, stellt Rothschuh klar. Barbara Kopf vom Freizeithaus Kirchdorf-Süd geht noch einen Schritt weiter: Aus Solidarität mit den Angriffszielen im Internet möge auch das Freizeithaus in die Liste aufgenommen werden, verlangt sie. „Denn unsere Unterstützung habt ihr verspielt!“, so Kopf empört.


