Gesucht: die Gräber der Familie Leipelt

Die Initiative Gedenken in Harburg bittet um Mithilfe bei der Suche nach dem Grab von Katharina Leipelt (Foto) und Konrad Leipelt. Foto: pr

Initiative Gedenken in Harburg forscht nach der letzten Ruhestätte der Eltern
des Wilhelmsburger Widerstandskämpfers Hans Leipelt

Von Sabine Langner, Wilhelmsburg

Die „Initiative Gedenken in Harburg“ beleuchtet die Geschichte des Nationalsozialismus im Hamburger Süden. Geschehenes Unrecht soll aufgezeigt und der Nazi-Opfer gedacht werden. Jetzt benötigt die Initiative Unterstützung. Gesucht werden die Grabstätten der Familie Leipelt.Konrad Leipelt, der spätere Hüttendirektor der Wilhelmsburger Zinnwerke, kam am 15. Mai 1886 in Neiße/Oder zur Welt. Nach seinem Studium heiratete der Diplom-Ingenieur in Wien die promovierte Chemikerin Katharina Baron, die aus einer zum evangelischen Glauben konvertierten jüdischen Familie stammte. Ihre beiden Kinder Hans Leipelt (geb. am 28. Juli 1921) und Maria Leipelt (geb. am 13. Dezember 1925) wuchsen zunächst in Rönneburg und später in Wilhelmsburg auf.
Konrad Leipelt erlag 1942 während einer Kur in Bad Kissingen einem tödlichen Herzschlag. Sein Sohn Hans Leipelt wurde im Oktober 1943 verhaftet, nachdem er das letzte Flugblatt der „Weißen Rose“, einer Münchner Widerstandsgruppe, vervielfältigt und verbreitet hatte. In diesem Zusammenhang nahm die Gestapo kurz danach auch seine Mutter und seine Schwester fest. Katharina Leipelt nahm sich am 9. Dezember 1943 im Hamburger Polizeigefängnis Fuhlsbüttel das Leben.
Hans Leipelt wurde zehn Monate später vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 29. Januar 1945 im Gefängnis München-Stadelheim hingerichtet. Er wurde zusammen mit anderen Toten in einem Massengrab auf dem Friedhof Perlacher Forst in München verscharrt. Seine Schwester Maria überlebte die Gestapo-Haft und wanderte nach 1945 in die USA aus.
Die Suche nach dem Verbleib der sterblichen Reste seiner Eltern Konrad Leipelt und Dr. Katharina Leipelt verlief bisher ergebnislos. Weiterführende Hinweise sind unter Tel 04108 / 49 03 45 oder unter E-Mail an
info@gedenken-
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