Geschichtszeugnis unwiderbringlich vernichtet

Mit dem Abriss des historischen Fabrikkomplexes der ehemaligen GEG auf der Peute wird „ein Geschichtszeugnis unwiderbringlich vernichtet“.

Appell an HPA: Kein Abriss der historischen Bauten auf der Peute!

Ist der geplante Abriss des his-torischen Fabrikkomplexes der ehemaligen GEG (Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Konsumvereine) auf der Peute noch abzuwenden? Nachdem die Hamburg Port Authority (HPA) im vergangenen Jahr einen Großteil der 80 Jahre alten Backsteinbauten abgerissen hat, soll jetzt das Hauptgebäude plattgemacht werden. Um zu retten, was noch zu retten ist, appellieren jetzt Historiker, Denkmalschützer, Architekten und Museumsdirektoren in einem offenen Brief an die HPA: Retten Sie diesen wertvollen Baubestand!
Bereits im letzten Jahr hatten Ortspolitiker, Kultur- und Wirtschaftsbehörde versucht, das Gebäudeensemble im Ganzen zu erhalten. Herausgekommen ist ein Kompromiss: Die Gebäude 10 und 11 werden saniert und dauerhaft unter Denkmalschutz gestellt, das dritte Großgebäude wird abgerissen. „Mit dem Abbruch werden das Speichergebäude, das in den Jahren nach seiner Errichtung als das ‘schönste Speichergebäude Hamburgs’ galt, sowie weitere Bauten, die die einstigen Funktionszusammenhänge dokumentieren, unwiderbringlich vernichtet“, heißt es in dem offenen Brief vom 11. Januar.
Gerade das Gesamtensemble, so die Initiatoren, sei für die Lesbarkeit der Geschichte der Hafen-­ wie auch der Industrieentwicklung unverzichtbar – „es gibt keine andere, vergleichbare Anlage aus dieser Zeit in Hamburg.“
Die Initiatoren zeigen zwar Verständnis, dass für die Hafenentwicklung Logistikflächen gebraucht würden. Doch für diese bedeutenden Bauten müssten Nutzungsalternativen geprüft werden, was bislang nicht ausreichend geschehen sei. „Die bauliche Identität der Stadt ist zudem auch ein Wirtschaftsfaktor, weil sie langfristig die Attraktivität Hamburgs bei Touristen, überregionalen Unternehmen und damit den Standort Hamburg selbst sichert.“
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