Geschichten nehmen Kindern Angst vor Wasser

Knapp 50 Exemplare seines Buches, das seit dem Sommer erhältlich ist, hat Wolfgang Klee schon verkauft.

Wilhelmsburger schreibt Kinderbuch für Schwimmanfänger

Wer sich nicht ins Wasser traut, dem erzählt Wolfgang Klee eine Geschichte. Von der französischen Königsfamilie, die sich lieber pudert als wäscht. Vom dicken Schmied, der so sehr bei der Arbeit schwitzt, dass er seinen Kopf in einen Wassereimer hält. Oder vom kleinen David, der einen Tag am Badesee verbringt und aufpassen muss, weil er nicht schwimmen kann. „Wenn Kinder für eine Prüfung auswendig lernen, haben sie schnell alles wieder vergessen. Aber wenn ich die Baderegeln in eine Geschichte packe, merken sie sich die ein Leben lang“, sagt der Schwimmlehrer mit der sanften Stimme. Zwei Geschichten hat der gebürtige Veddeler aufgeschrieben, selbst illustriert und vor Kurzem veröffentlicht.

Buch richtet sich an Kinder ab vier Jahren

Sein Bilderbuch „Frankreich vor 250 Jahren. Ein Schöner Ferientag im Sommer“ ist nun im Buchhandel erhältlich (ISBN 9783-7357-4629-0).
Ohne Drängen seiner Frau, würde das Manuskript noch immer in der Schublade liegen, erzählt Klee. „Sie hat mich bestärkt, es zu veröffentlichen“, sagt der frisch gebackene Autor. Sein Buch richtet sich an Schwimmanfänger ab vier Jahren, hat aber auch schon einige erwachsene Leser. „Viele meiner Kollegen haben ein Exemplar bekommen“, erzählt der 62-Jährige, der seit 1977 im Wilhelmsburger Schwimmbad arbeitet.
Kindern das Schwimmen beizubringen, ist seine Leidenschaft. „Darin gehe ich auf“, sagt Klee. Um die 10.000 Schwimmschüler hatte er in seiner 37-jährigen Karriere schon die Angst vor dem Wasser genommen. Er weiß, wie wichtig es ist, schwimmen zu können – besonders auf den Elbinseln. „Wir haben überall Wasser. Es ist lebensnotwendig für Kinder schwimmen zu können. Schon als Vorbeugung, weil jedes Jahr viele Menschen ertrinken“, sagt Klee und fügt hinzu: „Außerdem macht es Kindern einfach Spaß.“ Auch er geht noch immer leidenschaftlich gerne schwimmen. Und unterrichtet nicht nur Kinder. „Meine älteste Schülerin war Anfang 70“, erzählt Klee.
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