Geldregen für die Honigfabrik

Dach kaputt, Fenster kaputt: Die Honigfabrik am Veringkanal hat einige Löcher zu stopfen. Foto: cvs

Kulturzentrum bekommt 200.000 Euro
Zuschuss für anstehende Sanierung

Chr. v. Savigny.
Warmer Geldregen für die
Honigfabrik: Aus dem „Sanierungsfonds Hamburg 2020“ erhält das Kulturzentrum am Veringkanal 200.000 Euro für Reparatur- und Sanierungsarbeiten. Die Gesamtsumme, die sich auf drei Hamburger Stadtteilkulturzentren verteilt, liegt bei 500.000 Euro. Der Sanierungsfonds, der vor fünf Jahren vom Senat eingeführt wurde, soll dazu beitragen, ausstehende Reparaturen an öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen voranzutreiben.
Zuletzt war die „Hofa“ im Jahr 2008 umfassend saniert worden. Laut Geschäftsführer Thomas Giese konnte damals allerdings aus Kostengründen nicht überall Hand angelegt werden. „Wir nutzen das Geld, um unsere elektrotechnische Anlage wieder in Ordnung zu bringen“, sagt Giese. Dringender Sanierungsbedarf bestehe außerdem beim Dach und bei den Fenstern, durch die es mittlerweile hineinregne. Auf längere Sicht will die denkmalgeschützte Honigfabrik auch
einen Teil ihrer Westfassade und den alten Fabrikschornstein instandsetzen lassen. Man hofft auf zusätzliche Unterstützung vom Denkmalschutzamt.
Die Lokalpolitik sieht das Bauvorhaben an der Hofa sehr positiv: „Stadtteilkulturzentren haben einen hohen Stellenwert in Hamburg“, sagt der SPD-
Bezirksabgeordnete Michael Weinreich. „Durch ihre Arbeit rund um Kultur und Gesellschaft leisten Sie einen wichtigen Beitrag und gestalten das Leben im Stadtteil aktiv mit. Das gilt auch für die Honigfabrik.“ Zu den aktuellen Schäden am Dach des Kulturtreffs sagt Weinreich: „Ich freue mich sehr, dass Wind und Regen bald draußen bleiben.“
Ähnlich Michael Osterburg, Fraktionsführer der Grünen im Bezirk Mitte: „Die Honigfabrik ist für Wilhelmsburg sehr wichtig, weil sie mittlerweile eines der wichtigsten Zentren für die Stadtteilkultur ist. Das zeigen auch die steigenden Besucherzahlen. Ich kann die Betreiber nur loben, dass sie eine so gute Arbeit machen und das trotz der ungünstigen Umstände.“
Die Honigfabrik wurde ursprünglich 1906 als Margarinefabrik erbaut. Siebzig Jahre später begann eine Initiative damit, das Gebäude in einen Kulturtreff umzuwandeln. Das Gesamtbudget der Hofa liegt heute bei 1,2 bis 1,3 Millionen Euro pro Jahr, der Anteil der öffentlichen Förderung beträgt etwas mehr als eine halbe Million Euro.
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