Frühstück im alten Zuhause

Rund 60 Bauwagenleute kamen am 1. Mai nach Wilhelmsburg, um zu frühstücken – und auf ihre prekäre Situation aufmerksam zu machen. Foto: pr

Zomia-Bauwagengruppe hat immer noch keinen festen Platz

Zu einem Open-Air-Brunch hatte die Bauwagengruppe Zomia am 1. Mai noch einmal in ihr ehemaliges Zuhause am Ernst-August-Kanal eingeladen. Rund 60 Leute versammelten sich am Frückstückstisch unter freiem Himmel, um auf ihre nach wie vor prekäre Lage hinzuweisen. „Wir stehen entgegen aller Zusagen immer noch auf einem Übergangs-Parkplatz in Bahrenfeld, und die Finanzbehörde verhindert durch Datenchaos und Desinteresse eine längst überfällige Lösung“, sagt Bewohnerin Melanie.
Mit der überfälligen Lösung meinen die Zomia-Leute den Umzug des Wagenplatzes ins Schanzenviertel. Die Bezirksversammlung Altona hatte dem Umzug bereits im Februar zugestimmt. Allerdings habe sich später erwiesen, dass die in Aussicht gestellte Fläche schon an ein Abschleppunternehmen vermietet war. Die Genehmigung, vorerst in Bahrenfeld zu bleiben, ist für die Bauwagenleute indes keine Lösung. „Wir brauchen nach wie vor einen Ort, wo wir unser Projekt aufbauen können“, betont Bewohner Finn. Entweder zeige sich die Finanzbehörde endlich kooperativ und finde eine Lösung. „Oder wir schauen uns halt nach anderen gut geeigneten Orten um“, warnt der Zimmermann. Davon gebe es in ihrem „Zuhause", wie die Wagenleute Wilhelmsburg nach wie vor nennen, genügend Möglichkeiten. Auch die Freifläche am Ernst-August-Kanal, wo das Projekt bis zur Vertreibung durch den ehemaligen Bezirksamtsleiter Markus Schreiber beheimatet war, scheint nach wie vor interessant zu sein.
Außer einem Frühstücks-tisch wurden an diesem Morgen jede Menge kleine Bauwagen und Oldtimer-Lkw mitgebracht – vorerst nur aus Pappe und Holz.
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