Flüchtlinge in Turnhalle

Anwohner in Kirchdorf beschweren sich darüber, dass die Flüchtlinge ihre Wäsche auf den Schulzaun zum Trocknen hängen. Foto: wahba

Helmut-Schmidt-Gymnasium
Kirchdorf: Schnellstmögliche
Verlegung der Flüchtlinge geplant

Von Rachel Wahba.
Der Druck auf die Innenbehörde der Stadt Hamburg wächst. Täglich kommen 200 bis 300 neue Flüchtlinge hier an und brauchen sofort ein Dach über dem Kopf. Vor etwa einer Woche brachte die Innenbehörde – sie ist zuständig für die Erstunterbringung der Menschen – Flüchtlinge in der Sporthalle des Helmut-Schmidt-Gymnasiums in Kirchdorf unter.
Anwohner beschwerten sich darüber, nicht über den Einzug ihrer neuen Nachbarn informiert worden zu sein. Zudem, so eine Kirchdorferin, herrsche das „reinste Chaos“ auf dem Schulgelände.
Prognosen ständig höher
Der Müll liege auf dem Gelände herum, Wäsche hänge auf dem Schulzaun zum Trocknen, und niemand fühle sich für die Beschwerden der Anwohner zuständig, hieß es aus der Nachbarschaft.
„Schon im Juli hatten wir die Gesamtzahlen des Vorjahres erreicht. Und die Prognosen vom Bundesamt für Migration werden ständig nach oben korrigiert“, so Innenbehörden Sprecher Frank Reschreiter. Würden Unterkünfte für die Ankömmlinge im Voraus geplant, gebe sich die Innenbehörde alle Mühe, die Bürger vor Ort zu informieren.
Bei dringend notwendigen „Sofortmaßnahmen, wo es in der Tat darum geht, schnellst möglich den Menschen ein Dach über dem Kopf zu bieten“, so Reschreiter, sei oft keine Zeit mehr für Informationsveranstaltungen - so geschehen in Kirchdorf. Es sind Sommerferien, und mehrere Hamburger Schulen werden derzeit für die Erstunterbringung von Flüchtlingen genutzt.
„Die Unterbringung der Flüchtlinge in Schulturnhallen“, sagt der Behördensprecher, sei lediglich eine kurzfristige Maßnahme. Diese Erstaufnahmen würden, sobald es andere Plätze gebe, sofort wieder aufgelöst. Auch die Flüchtlinge im Helmut-Schmidt-Gymnasium werden möglichst schnell auf andere Einrichtungen der Zentralen Erstaufnahme in der Stadt verteilt.
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