Filmen, wo der Schuh drückt

Die neue Fernsehsendung wird Jonathan Miske im Zinnschnitt in den Zinnwerken schneiden. Langfristig sollen die Teilnehmer des Fernsehprojekts auch diese Aufgabe übernehmen.

Bürgerfernsehen von der Elbinsel – Erste Redaktionssitzung am 26. August!

Hier können alle Elbinsulaner mitmachen: Der Verein „Konspiratives KulturKollektiv“ – bekannt durch die TV-Show „Konspirative KüchenKonzerte“ – plant, eine Bürgerredaktion zu gründen, die eine TV-Sendung über Wilhelmsburg produzieren soll. Tolle Blogs und einen Radiosender gebe es bereits, zukünftig werden sich die Wilhelmsburger auch im Fernsehen kritisch dazu äußern können, was vor ihrer Haustür passiert, sagt Initiator Jonathan Miske. Er hofft, dass möglichst viele zur ersten Redaktionssitzung am Dienstag, 26. August, um 18.30 Uhr im Media Dock, Neuenfelder Straße 106, kommen.
Für den Videojournalisten und Cutter ist die neue Fernsehsendung eine Herzensangelegenheit. „Der Stadtteil fasziniert mich“, sagt der Wilhelmsburger. „Hier gibt es sehr viele Menschen, die sich in allen möglichen Bereichen engagieren.“ Miske wird die Redaktionsleitung übernehmen, will jedoch nur Struktur in die Gruppe bringen, die eigentliche Arbeit übernehmen die Redaktionsmitglieder.
Das neue TV-Format soll sehr experimentierfreudig sein. „Wir wollen Neues ausprobieren, auch gestalterisch“, erklärt Miske. Dazu gehören unter anderem ungewöhnliche Perspektiven, zum Beispiel durch das Filmen mit sogenannten GoPros, das sind kleine mobile Kameras. Inhaltlich wird die 15- bis 20-minütige Sendung Probleme und Themen, die im Stadtteil diskutiert werden, aufgreifen.
Die Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein, neugierig sein und Lust haben, Geschichten zu erzählen. Miske wünscht sich einen bunten Mix aus Leuten, die in Wilhelmsburg leben, und alle einen „eigenen Blick auf den Stadtteil haben“. Erfahrung mit Fernsehjournalismus ist keine Voraussetzung, die Teilnehmer werden von Profis im Rahmen von kostenlosen Kursen geschult.
Die Sendung wird ab September ein Mal im Monat auf dem Bürgerkanal Tide TV ausgestrahlt. Einen Namen hat sie noch nicht. „Den möchte ich gemeinsam mit den Teilnehmern bestimmen“, sagt Miske.
Das Projekt wird vom Media Dock und der Tide Akademie unterstützt und hat für die Testphase bis Ende des Jahres eine Anschubfinanzierung von der IBA Hamburg erhalten. Für ihre Arbeit können die TV-Redakteure die Technik im Media Dock und den Schnittplatz in den Zinnwerken nutzen.
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