Ex-Klohäuschen in neuem Glanz

Neu gestalteter Probenraum – gleich neben dem Wilhelmsburger Bunker: Die Projektgruppe Stadtteilpflege Wilhelmsburg (im Bild: Simon Henze) hat die Wandverschönerung in die Wege geleitet. Foto: cvs (Foto: cvs)

Graffitikünstler verzieren Flachbau neben dem Bunker

von Ch. v. Savigny

Konzertpublikum und Stadtflair inklusive: Das ehemalige Toilettenhäuschen an der Neuhöfer Straße, das bereits seit längerem als Musiküberaum genutzt wird, erstrahlt in neuem Glanz. Zwei Graffitikünstler von der Elbinsel, Murat Karakus und Björn Weckerle, haben die Außenwände des Gebäudes mit Konzertszenen und der Hamburger Skyline verziert. Quer darüber gelegt wurde der Schriftzug „Wilhelmsburg“ – er erschließt sich dem Betrachter erst beim näheren Hinsehen, da die Buchstaben ausgestanzt wurden und sozusagen „negativ“ erscheinen.
Die Idee zur Verschönerung stammt von der Projektgruppe „Stadtteilpflege Wilhelmsburg“, die sich für eine Verbesserung von Sauberkeit und Pflege auf öffentlichen Flächen einsetzt. Die Kosten in Höhe von rund 4.000 Euro trägt die Stadtentwicklungsbehörde.
Schon seit längerer Zeit machte das Gebäude, das bis Ende der 90er Jahre als öffentliche Toilette genutzt wurde, einen heruntergekommenen Eindruck. Zuletzt präsentierte es sich von allen vier Seiten mit wilden Graffitizeichen beschmiert. Vorbereitende Maßnahmen wie Löcher zuspachteln und Wände grundieren übernahm der Beschäftigungsträger „Jugend in Arbeit“. Für die eigentliche künstlerische Arbeit benötigten die beiden Wilhelmsburger Sprayer ein Wochenende plus ein paar zusätzliche Abende. Abschließend wurde das Wandkunstwerk mit einem farblosen Siegellack behandelt. „Wir hoffen darauf, dass das Graffitikunstwerk andere Sprayer davon abhalten wird, die Wände erneut zu verunstalten“, sagt Simon Henze von der Projektgruppe.
Für die Vermietung der Räume ist das „Rockbüro Hamburg“ zuständig. Bereits vor zehn Jahren wurde das Gebäude mit bezirklichen Sondermitteln entkernt und ausgebaut. Derzeit nutzen drei Gruppen die Räume. Das Gestrüpp rings um den Bau will das Bezirksamt bis Ende des Jahres entfernen lassen.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.