Erst im September rollen wieder Autos über die Brücke

Die Arbeiten an der Rotenhäuser Straße, die über den Assmannkanal führt, dauern noch bis Anfang September. (Foto: Angela Dietz)

Arbeiten am Assmannkanal verzögern sich – Schuld sind aufwendige Sielbauarbeiten

von Angela Dietz, Wilhelmsburg
Die Rotenhäuser Straße ist seit längerem für Autos nicht durchgängig befahrbar. Grund für die Sperrung ist der Ausbau des Assmannkanals, über den die Straße führt. Eigentlich sollte die Sperrung schon seit März aufgehoben sein. Doch immer noch müssen Autofahrer weite Umwege in Kauf nehmen. Und auch Fußgänger und Radfahrer kommen nur auf Schlengelwegen durch den Kleingarten über den Kanal.
„Wir sind wegen der Sielbauarbeiten aus dem Zeitplan gerutscht“, erklärt Käthe Fromm, Sprecherin des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG), die Verzögerung. Der Ausbau der Wettern zum verlängerten Kanal erfordert eine spezielle Regenwasserableitung: Eine Abwasserleitung, sogenannte Düker, transportiert das Regenwasser ins Sielsystem, und zwar noch unterhalb des Kanals.
Wo die Rotenhäuser Straße den Assmannkanal überquert, wird eine Art Brücke gebaut. Denn damit künftig die Barkassen inklusive Schornstein drunterdurch passen, muss ihnen die Brücke in der Höhe 3,50 Meter Platz lassen. Die Fahrbahn erhält an dieser Stelle einen Buckel. Anfang September soll die Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Barkassen können den Assmannkanal jedoch erst Anfang 2013 in seiner ganzen Länge bis zum Bürgerhaus passieren. Bis der Ausbau des Kanals fertig gestellt ist, müssen nämlich noch etliche Arbeiten umgesetzt werden: drei Brückenbauten insgesamt, die Entschlammung des Kanals und die Kampfmittelsondierung. Letztere läuft schon. „Taucher sind dabei, das Gewässer Zentimeter für Zentimeter abzusuchen“, berichtet Fromm. Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg wurden bisher keine gefunden, dafür aber ein Ölfass.
Mit der Entschlammung des Assmannkanals muss bis Ok-tober, der vegetationsarmen Zeit, gewartet werden. Die Sedimente alter Industriekanäle sind „nicht ohne“, wie die LSBG-Sprecherin den mit Chemikalien belasteten Schlamm beschreibt. Abgelagert wird der Sedimentaushub in einem speziellen Verfahren am aufgelassenen Arm des Veringkanals. „Aus Wasser mach Land“, heißt das beim LSBG. Nach fünf Jahren Setzung sollen dort Gewerbeflächen entstehen.
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