Er liebt Halloween

Knicklichter und ein Eimer voller Süßigkeiten warteten auf die Kinder im achten Stock. „Mir macht Halloween Spaß“, sagt Andreas Reinhard.

Wilhelmsburger bereitet sich jedes Jahr auf die „kleinen Monster“ vor

Halloween, der alte irische Brauch, wird hierzulande immer populärer. Doch nicht jeder ist begeistert, wenn laut krakelende Kinder in gruseliger Verkleidung von Tür zu Tür ziehen und Süßigkeiten fordern. „Bei mir haben sie letzte Woche die ganze Haustür mit Zahnpasta beschmiert, weil ich nicht geöffnet habe“, ärgert sich eine ältere Anwohnerin aus Alt-Kirchdorf, die lieber ungenannt bleiben will. Ganz anders Andreas Reinhardt: „Ich liebe Halloween“, sagt der Rentner.
Seit zwölf Jahren wohnt Reinhardt in einem Mehrfamilienhaus im Reinstorfweg, und seit mindestens fünf Jahren feiert er mit Begeisterung Halloween. Diesmal hat er einen Eimer voller Süßigkeiten mit buntem Stoff ummantelt. „Bei mir müssen die Kinder ein Gedicht aufsagen, erst dann dürfen sie reingreifen und sich fünf süße Sachen rausnehmen“, erzählt er. Wenn ein Kind kein Gedicht kennt, wird auch schon mal eine Ausnahme gemacht.
Wenn es dunkel wird, macht Andreas Reinhardt seine Wohnungstür auf, trinkt ein Gläschen Sekt und wartet auf die kleinen Halloween-Monster. „Diesmal haben ungefähr 30 Kinder geklingelt“, berichtet er. Der Renner seien diesmal die Knicklichter gewesen, leuchtende Armreifen, die Reinhardt in einem Laden entdeckt und für die Kinder gekauft hatte.
Offenbar hat es sich herumgesprochen, dass man im achten Stock im Reinstorfweg willkommen ist – auch wenn es mit dem Gedicht-Aufsagen noch nicht so gut klappt. „Mir macht das jedes Jahr großen Spaß“, so der Wilhelmsburger.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.