Endlich wieder ein Wilhelmsburger in der Bürgerschaft

Zwei SPD-Männer aus Wilhelmsburg: Michael Weinreich (l.) und Metin Hakverdi feierten gemeinsam auf der SPD-Wahlparty in der Fabrik in Altona. (Foto: Klaus Lübke)

SPD-Mann zieht ins Rathaus, nur jeder dritte Elbinsulaner hat gewählt

Die Elbinseln haben wieder einen Vertreter in der Hamburgischen Bürgerschaft: Michael Weinreich (SPD) schaffte als einziger Wilhelmsburger den Einzug in das Hamburger Parlament. „Ich hätte mir gewünscht, dass es mehr Wilhelmsburger werden“, sagt Weinreich, der im Wahlkreis 2 – Billstedt, Wilhelmsburg, Finkenwerder – auf dem zweiten Platz der Wahlkreisliste angetreten war.
Der 41-Jährige ist Vorsitzender der SPD Wilhelmsburg Ost und sitzt zurzeit noch dem Regionalausschuss Wilhelmsburg-Veddel vor. In seiner neuen Aufgabe sieht sich Weinreich als Anwalt der Wilhelmsburger Institutionen, die es zuletzt schwer gehabt hätten, im Senat Gehör für ihre Anliegen zu finden. Nach Metin Hakverdis (SPD) Wechsel in den Bundestag im September 2013 hatte es keinen Wilhelmsburger Bürgerschaftsabgeordneten mehr gegeben.
Im Wahlkreis 2 ziehen neben Weinreich vier Billstedter ins Rathaus ein: Hildegard Jürgens (SPD), David Erklap (CDU), Mehmet Yildiz (Die Linke) und Murat Gözay (Grüne).
Diese Wilhelmsburger Kandidaten haben es unter anderem nicht geschafft: Weder Nicole Skwiercz (CDU), noch Bayram Inan (Grüne) oder Fred Rebensdorf (SPD) konnten sich einen Sitz sichern. Auch Mustafa Yasar aus dem Korallusviertel, der als einziger parteiloser Einzelbewerber im Wahlkreis angetreten war, schaffte den Einzug ins Rathaus nicht.
Die Wahlbeiteilung auf den Elbinseln liegt weit unter dem Hamburger Durchschnitt von 56,9 Prozent und ist genauso niedrig, wie bei der Bürgerschaftswahl 2011 (32 Prozent): Nur 32,2 Prozent der insgesamt 27.648 wahlberechtigten Wilhelmsburger gaben ihre Stimme ab. Auf der Veddel gingen nur 32,9 Prozent der 1.935 Wahlberechtigten wählen. Im gesamten Wahlkreis 2 sieht es etwas besser aus: 42,2 Prozent der 87.437 Wahlberechtigten machten von ihrem Stimmrecht gebrauch.
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Merven Galdert aus Wilhelmsburg | 23.02.2015 | 18:12  
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