Endlich Platz!

In den frisch renovierten, großzügigen Räumen fühlen sich Eltern und Kinder wohl. Kita-Leiterin Andrea Wellen (M.): „Jeder kann unangemeldet vorbeikommen!“

Ehemaliges Haus der Jugend am Uffelnsweg zum Eltern-Kind-Zentrum umgebaut

Für alle Mamas und Papas von der Veddel gibt es ein neues Angebot: Anfang Oktober hat im ehemaligen Haus der Jugend am Uffelnsweg 1 ein Eltern-Kind-Zentrum (EKiZ) eröffnet. Das Haus wurde aufwendig umgebaut und ist jetzt für Eltern und ihre Kinder da. „Jeder kann unangemeldet vorbeikommen“, sagt Andrea Wellen, Leiterin der benachbarten Kita, der das EKiZ angeschlossen ist. Zwei Erzieherinnen werden sich um die Besucher kümmern.
Die Einrichtung hat von montags bis freitags geöffnet, angeboten werden ein wöchentliches Frühstück, Hebammensprechstunde und Babygruppe, Mütterberatung und verschiedene Kurse. „Das muss sich entwickeln, die Eltern dürfen gerne eigene Vorschläge machen, wir sind offen für alles“, so Wellen. So haben sich bereits mehrere Studentinnen aus dem Viertel zu einer kleinen Stillgruppe zusammengeschlossen. Wellen: „Wir bieten die Räumlichkeiten, die Eltern können sie nutzen.“
Rund 30.000 Euro investierte die Stadt in den Umbau, zusätzliche 100.000 Euro gab die Vereinigung Hamburger Kinder-tgesstätten dazu. Das Ergebnis: Ein riesiger Raum, rund 90 Quadratmeter mit großen Fensterfronten, lädt zum Verweilen ein. Auf dem schönen Holzfußboden können Kleinkinder spielen und toben, die Eltern haben derweil die Möglichkeit, sich zu unterhalten, Erfahrungen auszutauschen oder auch in der offenen Küche mit angeschlossenem Essbereich zu kochen. „Viele Eltern wohnen zu Hause sehr beengt, hier haben sie Platz!“, so die Kita-Leiterin. Außerdem biete das EKiZ eine Gelegenheit, aus dem Haus zu kommen und Kontakte zu knüpfen. „Viele junge Mütter mit kleinen Babys leben sehr isoliert“, so Wellen. „Hier sollen sie lernen, dass sie nicht ans Haus gefesselt sind und ihr Leben wieder in die Hand nehmen, etwa den Schulabschluss beenden oder einen Deutschkurs belegen.“
Das EKiZ wurde ganz bewusst der Kita angeschlossen, da viele Mütter offenbar abgeschreckt werden, wenn Hilfsangebote zu behördlich daherkommen. Noch ist die Besucherzahl überschaubar, das Angebot muss sich erst herumsprechen. Doch die Mitarbeiter sind zuversichtlich.
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