Elektroschrott von Hamburg bis nach Ghana verfolgt

Was von Plastik umhüllt ist, wird verbrannt. Die giftigen Dämpfe haben verheerende Folgen für die Gesundheit der Menschen in Agbogbloshie. (Foto: Follow the Money)

Rechercheteam Follow the Money zeigt Reportage über Elektroschrott im Abaton Kino

Wilhelmsburg/Grindel/Ghana Jährlich landen Unmengen von Elektroschrott aus Europa in Afrika oder Asien und damit in Ländern, die über kein funktionierendes Recyclingsystem verfügen. Wie und warum kaputte Geräte exportiert werden, obwohl das verboten ist, hat die Recherche-Gruppe „Follow the Money“ versucht, herauszufinden. Dafür bauten die vier Journalisten einen GPS-Sender in einen Fernseher ein und verfolgten ihn von Hamburg bis nach Ghana. Dort befindet sich mitten im Slum von Agbogbloshie eine der größten Elektroschrott-Müllkippen der Welt, auf der Kinder europäische Altgeräte mit bloßen Händen ausweiden und Plastik verbrennen, um an Edelmetalle zu gelangen (Foto rechts). Auf seiner 77 Tage langen Reise machte der Fernseher auch in Wilhelmsburg Station, wo er wochenlang auf dem Gelände einer Spedition im Industriegebiet lagerte, bevor er aufs Schiff verladen wurde (Foto unten). Die mehr als 9.000 Kilometer lange Reise ihres alten Röhrenfernsehers zeigen die Journalisten in ihrer Reportage „Die GPS-Jagd – Was passiert mit meinem Schrott?“. Sie läuft am Sonnabend, 26. Juli, um 17 Uhr im Abaton, Allende-Platz 3. Anschließend gibt es eine Diskussion mit den Filmemachern. Der Eintritt kostet fünf Euro. Die ersten zehn Wochenblatt-Leser, die sich per E-Mail an post@followthemoney.de anmelden, bekommen freien Eintritt. Der NDR zeigt die Reportage bei „Panorama – Die Reporter“ am Dienstag, 5. August, um 21.15 Uhr. Ab Donnerstag, 24. Juli, ist er außerdem hier zu sehen: www.schrottfernseher.de
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