Elbinsel-Künstler lassen sich über die Schulter gucken

50 Künstler lassen sich bei den 2. Elbinsel Kunst-und Ateliertagen über die Schulter schauen, einige davon stehen hier vor dem Stadtmodell. Initiatorin Kathrin Milan (M., liegend): „Jeder darf zeigen, was er macht, es gibt keine Vorgaben.“

Der Tipp fürs Wochenende: Bei den 2. Elbinsel Kunst-und Ateliertagen machen 50 Künstler an 25 Orten mit

Wer sich alles anschauen will, wird das ganze Wochenende lang auf Trab sein: Die 2. Elbinsel Kunst- und Ateliertage am Sonnabend und Sonntag, 29. und 30. September, erstrecken sich von der Veddel bis nach Kirchdorf-Süd, vom Reiherstiegviertel bis nach Georgswerder. An 35 Orten lassen sich 35 Kunstschaffende bei der Arbeit auf die Finger schauen und laden zum Mitmachen ein.
„Wir haben viele neue Künstler dabei“, freut sich Organisatorin Kathrin Milan. Mit ihrer Veranstaltung will sie einen Gegenentwurf zu den großen Events der Stadt schaffen. „Bei mir gibt es keine Jury, die entscheidet, wer mitmachen darf und wer nicht“, betont sie. „Jeder, der eine Wohnung oder ein Atelier im Stadtteil hat, kann dabei sein!“
Unter den Teilnehmern finden sich hamburgweit etablierte Künstler und solche, die zumindest in Wilhelmsburg einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt haben, neben jungen, ganz neuen Gesichtern. Die Künstler arbeiten in den Bereichen Fotografie, Malerei, Druckgrafik, Skulptur und Performance. Während der zweitägigen Veranstaltung gewähren sie Einlass in ihr Allerheiligstes – das Atelier, die Arbeitsstätte ihres künstlerischen Schaffens. „Für viele ist es eine verständliche Überwindung, fremde Menschen in diesen privaten Bereich hereinzulassen“, weiß Kathrin Milan, die bei einigen sämtliche Überredungs-
künste einsetzen musste, damit sie mitmachen.
Dazu gehört etwa Alma Weihe (73), die ihre in Worpswede entstandenen Bilder im heimischen Wohnzimmer ausstellt. Bedenken, dass wildfremde Menschen durch ihr Zuhause latschen, hat sie nicht. „Ich bin da nicht so pingelig“, sagt sie. Neu dabei sind auch Carina Chowanek und Uli Pforr, die ihre Malerei im Veddeler Atelier zeigen, sowie die Ateliers in der Honigfabrik und in der Witternstraße. Doch es gibt nicht nur viel zu gucken, sondern die Besucher werden zum kreativen Handeln aufgefordert, etwa beim Mitternachtsmalen mit Katja Sattelkau oder beim Selbstbedrucken von Stoffen bei Messie De Luxe. Das Programm wird mit Lesungen, Filmvorführungen und Konzerten abgerundet.

Sonnabend und Sonntag, 29. und 30. September, 14 bis 19 Uhr; mit Austellungen, Mitmachaktionen und Vorführungen. Die genauen Termine und Orte stehen auf einem Flyer, der im Stadtteil ausliegt, auch im Bürgerhaus, Mengestraße 20, und in der Buchhandlung Lüdemann, Fährstraße 26. Vollständiges Programm im Internet: www.kunst-und-
ateliertage.de
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