Ein Preis für Gökhan Konca

Verleihung des Bürgerpreises 2016. In der Mitte mit Urkunde: Gökhan Konca. Foto: pr

Zum zehnten Mal hat die Bezirksversammlung Mitte
den Bürgerpreis für herausragendes Engagement
in der Integrationsarbeit verliehen

Gökhan Konca hilft anderen. Er hat für die Türkische
Gemeinde Hamburg zusammen mit dem Diankonischen Werk und weiteren Partnern das Projekt Gönüllü aufgebaut. Dort werden ältere türkischsprachige Menschen und ihre Familien bei allen Fragen zum Thema Demenz unterstützt. Für dieses Engagement erhielt Gökhan Konca jetzt den Bürgerpreis der Bezirksversammlung Mitte – und ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro. „Obwohl er selbst noch jung ist, liegt ihm eine menschenwürdige und kultursensible Versorgung von älteren Einwanderern am Herzen“, heißt es in der Mitteilung des Bezirks.
Für den Bezirk Mitte ist das Thema Integration von besonderer Bedeutung. Von den über 560.000 Menschen mit Migrationshintergrund, die in Hamburg leben, sind allein etwa 135.000 im Bezirk Mitte zu Hause.
Mit dem Bürgerpreis sollen Menschen ausgezeichnet werden, die sich vorbildlich in Sachen Integration engagieren. In diesem Jahr wurden 41 Kandidaten vorgeschlagen, aus denen die Jury vier Engagierte als Preisträger ausgewählt hat.
Auch Sabine Stoff‐Isenberg wurde mit dem Bürgerpreis ausgezeichnet. Die Mitarbeiterin der Umweltbehörde in der Neuenfelder Straße hat in ihrer Freizeit unter dem Motto „Neuenfelder Straße hilft“ die Nachbarschaftshilfe für die Flüchtlingsunterkunft in der Dratelstraße ins Leben gerufen. Sie unterstützt Träger der Flüchtlingsunterkunft in Behördenfragen, vermittelt
ehrenamtliche Helfer und
inspiriert andere Organisationen, sich zu beteiligen. Neben dem Bürgerpreis erhält Sabine Stoff‐Isenberg ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.
Weitere Preisträger: Karin Wienberg (Stadtteilhaus Horner Freitzeit, 2.000 Euro Preisgeld) und Ina Zschocke (Hilfe für durchreisende Flüchtlinge am Hauptbahnhof, 1.000 Euro Preisgeld).

Bürgerpreis
Der Bürgerpreis der Bezirksversammlung Mitte, der in diesem Jahr zum zehnten Mal vergeben wurde, ist 2016 mit 7.000 Euro dotiert. 5.000 Euro stellte die Bezirksversammlung bereit, jeweils 1.000 Euro kommen von der Wall GmbH und der Hamburgischen Investitions- und Förderbank.

Vorgestellt:
das Projekt Gönüllü

rachel wahba/olaf
zimmermann, wilhelmsburg

Gönüllü ist türkisch und heißt freiwillig. Das Wort steht auch für Vertrauen. Hinter dem Namen Gönüllü verbirgt sich ein Kooperationsprojekt, das sich um an Demenz erkrankte Mitbürger kümmert, deren Muttersprache Türkisch ist.
Hintergrund: Mit der Demenz-Erkrankung geht der Verlust der deutschen Sprachkenntnisse einher. Meist wird die
erste Generation türkischer Gastarbeiter noch zu Hause von ihren Familien versorgt und gepflegt. Hier will das Projekt
Gönüllu helfen.
Freiwillige Helfer, die türkisch sprechen, besuchen die alten Menschen in ihren Familien, lesen vor, machen Spaziergänge, kochen gemeinsam und kümmern sich um die Patienten. Auf ihre Aufgaben werden die Freiwilligen in Schulungen vorbereitet. Die jeweilige wöchentliche Betreuungszeit wird individuell abgesprochen.
Die Pflegekasse übernimmt bei der Diagnose „Demenz“ die Kosten für die Betreuung, die unabhängig von den pflegerischen Tätigkeiten eines ambulanten Pflegedienstes ist und abgerechnet wird. Der Schlüssel der ehrenamtlichen Helfer zu den Menschen, die betreut werden sind die türkische Sprache und der Zugang zur selben Kultur. Nur die wenigsten deutschen Seniorenheime sind auf diese Klientel vorbereitet.
Wer mitmachen möchte, sollte über 18 Jahre alt sein, türkisch sprechen und Freude am Umgang mit älteren Menschen haben.

Kontakt:
Gökhan Koca
Tel 413 66 09-53
Tel 0176 388 76 401
goekhan.konca@
tghamburg.de
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