Ein Metallkoloss weist den rechten Weg

Maßarbeit: Zwei Spezialisten richten die Brücke aus. (Foto: Andreas Bock)

Gartenschau installiert Fußgängerbrücke an der Alten Schleuse

von Christopher v. Savigny

Am Ende ging alles viel schneller als geplant: Gerade mal zwei Stunden – statt der anvisierten sieben – benötigten die Fachleute des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG), um die neue Fußgängerbrücke der Internationalen Gartenschau (igs) an ihren Platz über dem Veringkanal zu hieven. „Das gute Wetter war schuld“, sagt Käthe Fromm, beim LSBG für das Projekt verantwortlich. „Sonnenschein und kein Wind!“ Trotzdem sei es bis zum Schluss immer wieder spannend zu sehen, ob alles passe.
Und die Brücke passt tadellos: Noch ohne Asphaltbelag, Geländer sowie Auf- und Abgänge („Antritte“), aber dafür mit strahlend weißem Schutzanstrich präsentiert sich der 52 Meter lange und 116 Tonnen schwere Stahlkoloss direkt neben der alten Schleuse am Reiherstieg-Knie. Rechtzeitig zur Gartenschau, die im April 2013 beginnt, soll das Bauwerk die 1,5 Kilometer lange Wegeverbindung zwischen dem Bootsanleger Reiherstieg und dem igs-Westeingang komplettieren. Eine seit mehreren Jahrzehnten unterbrochene Straße, der Schlengendeich, wird durch die Querung wieder zusammengefügt – praktisch übrigens auch für Besucher des Dockville-Geländes.
Gebaut wurde die neue Fußgängerbrücke in Magdeburg – Schwerlaster transportieren das gute Stück in neun Teilen bis nach Hamburg. Vor Ort musste dann noch ein wenig geschweißt und lackiert werden. Ein 400 Tonnen schwerer Raupenkran hob die Brücke an und schwenkte sie 15 Meter weit an die richtige Position. „Voraussichtlich Ende des Jahres wird sie für Fußgänger und Radfahrer geöffnet“, kündigt Fromm an. Die Baukosten betrugen etwa 1,65 Millionen Euro.
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