Ein Haus top, ein Haus flop

Das Soft-House wurde erst im Mai eingeweiht, jetzt muss es saniert werden. (Foto: Stachowske)

HPA bezieht IBA-Neubau auf der Spreehafeninsel, beim IBA-Soft-House wurde gepfuscht

In der vergangenen Wochen schafften es gleich zwei IBA-Projekte in die Schlagzeilen: das Soft-House Am Inselpark wegen Pfusch am Bau, sowie das neue Passivhaus-Bürogebäude auf der Spreehafeninsel, in das die Hafenbehörde HPA gerade eingezogen ist. Mehr Aufmerksamkeit zog das Soft-House auf sich – kein Wunder, musste doch ein Großteil der gerade erst drei Monate alten Fassade wieder abgerissen werden.
Das markante Vier-Familien-Haus in Wilhelmsburgs neuer Mitte mit den drehbaren Sonnensegeln wurde von der internationalen Bauausstellung (IBA) als Musterbeispiel der „Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet – ausgerechnet! Die Fassade hielt gerade mal ein Vierteljahr. Zurzeit reißen Handwerker die Holzverkleidung der Fassade ab und meißeln darunter die dicke Styropor-Wärmedämmung ab. Offenbar war die Fassade n mehreren Stellen undicht, Luft und Wärme zischten durch die Wände – für ein Passivhaus mit Mini-Heizung ein Kapitalschaden. Teilweise haben Schrauben die Wärmefolien durchbohrt. IBA-Chef Uli Hellweg siehts gelassen. Das ganze sei ein Bauschadensfall und komme immer wieder vor. „Das sieht natürlich nicht schön aus, wenn beim fertigen Haus sozusagen in Teilen die Wärmedämmung wieder abgemacht werden muss“, so Hellwig.
Parallel zu den Abrissarbeiten in Wilhelmsburg Mitte hat die Hafenbahn der Hamburg Port Authority (HPA) ihr neues Domizil auf der Spreehafeninsel bezogen. Das IBA-Gebäude in der Brandenburger Straße ist Hamburgs erstes Bürogebäude im Passivhaus-Standard. In der Stahlbeton-Skelettkonstruktion mit Wärmedämmverbundsystem sind die Technik-, Büro- und Sozialräume der Hafenbahn untergebracht. „Wir freuen uns, dass unser Neubau als IBA-Exzellenzprojekt zum Leitthema ‚Stadt im Klimawandel‘ ausgewählt wurde“, erklärte Uli Hellweg beim Einzug. „Besonders gut gefällt mir, dass die Klinkerfassade des alten Bürogebäudes erhalten werden und in den Neubau integriert werden konnte“, so HPA-Chef Wolfgang Hurtienne.
Bleibt zu hoffen, dass diese Fassade länger hält.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.