Ein Haus (fast ganz) aus Holz

Ansicht von Südwesten: So soll das Wälderhaus bei seiner Eröffnung im Sommer aussehen. Grafik: Andreas Heller

Ausstellung plus Hotel: Im Sommer wird das „Wälderhaus“ eingeweiht

Von Christopher von Savigny.
Die Gebäude der Gartenschau (igs) und der Bauausstellung (IBA) nehmen langsam Formen an: Unweit des künftigen igs-Haupteingangs wurde jetzt der Rohbau des „Wälderhauses“ fertiggestellt. Das fünfstöckige Gebäude vereint unter seinem Dach eine Ausstellung zum Thema Wald, ein Restaurant und ein Hotel.
Außergewöhnlich am Wälderhaus ist vor allem seine Bauweise: Während Erdgeschoss und erster Stock aus Stahlbeton bestehen, werden die drei darüber liegenden Stockwerke vollständig aus Massivholz gebaut. Das gesamte Gebäude bekommt eine Verkleidung aus Lärchenholzpanelen. Bauherr ist die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Die Gesamtkosten betragen 14 Millionen Euro, wovon der Bund vier Millionen Euro übernimmt. Die Eröffnung ist für Juli 2012 geplant.
Und so soll das Wälderhaus im einzelnen aussehen: In den unteren beiden Stockwerken befindet sich eine Ausstellung zu den Themen Wald- und Forstwirtschaft. Besucher können Baumstämme aus verschiedenen Klimazonen betrachten und untersuchen, sie können sich über Ökologie, Artenvielfalt und fossile Wälder informieren und in einem Labor eigene Forschungen anstellen. Das Angebot richtet sich an Erwachsene, Kinder und Jugendliche – Schulklassen sind ausdrücklich eingeladen, das Haus zum Unterrichtsort zu machen.
Geplant ist darüber hinaus ein Forum, auf dem sich Fachleute über Forschungsergebnisse austauschen können. Der Eintritt soll bei fünf Euro liegen, Kinder zahlen knapp drei Euro. „30 Prozent der Hamburger Drittklässler war noch nie in einem Wald“, sagt SDW-Geschäftsführer Rüdiger Kruse. Zwar ersetze das Wälderhaus nicht den Gang in die Natur. „Aber auf die Weise kann man sie für das Thema sensibilisieren.“
Die darüber liegende Herberge wird von der der Kette Raphael Hotel betrieben und verfügt über 82 Zimmer, die nach Baumarten benannt sind. Ein Doppelzimmer soll etwa 100 Euro kosten. Das dazugehörige Restaurant bietet unter anderem Kochen für Kinder an.
Ursprünglich sollte das Gebäude „Haus des Waldes“ heißen. „Dabei denkt man eher an einen einzigen Wald, wir wollten aber die Vielfalt der Wälder betonen“, erklärt Thomas Stölting, Leiter der Einrichtung.
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