Ein Dach für 40 Unternehmer

IBA-Chef Uli Hellweg (r.) erklärt Bezirksdezernent Bodo Hafke die Besonderheiten des neuen Gewerbehofs. (Foto: Christopher von Savigny)

An der Rotenhäuser Straße hat der Bau des „Welt-Gewerbehofs“ begonnen

von Ch. v. Savigny, Wilhelmsburg
Unter diesem Dach können bald 40 Werkstätten, Künstlerateliers, Praxen und Büros gemeinsam ihre Dienste anbieten: An der Rotenhäuser Straße ist jetzt der Grundstein für den sogenannten „Welt-Gewerbehof“ gelegt worden. Auf dem 6.700 Quadratmeter großen Grundstück neben der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsburg entstehen innerhalb der nächsten sechs Monate mehrere Produktionsflächen, Werkhallen und Büroräume, die der lokalen Wirtschaft zugute kommen sollen. Überspannt wird der Gewerbehof von einem transparenten Dach, das mit Fotovoltaikzellen bestückt ist.
Außerdem wird das Gebäude an das Nahwärmenetz des Wilhelmsburger Energiebunkers angeschlossen. Die Investitionskosten liegen bei sechs Millionen Euro. Etwa ein Drittel davon wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwick-lung (EFRE) und vom Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwick-lung (RISE) übernommen, für den Rest kommt die GWG Gewerbe auf. Geplante Fertigstellung ist im Juni 2013.
Auf dem Areal, das von der städtischen Sprinkenhof-AG verwaltet wird, hatten sich bereits zuvor etliche Kleinbetriebe – unter anderem ein Gerüstbauer, ein Maurerbetrieb und ein Schnäppchenmarkt – angesiedelt. Jetzt soll der Unternehmergeist unter einem gemeinsamen Dach zu neuer Blüte kommen: „Der neue Welt-Gewerbehof bietet ökonomische und soziale Entwicklungsmöglichkeiten für Existenzgründer und Gewerbetreibende“, sagte Uli Hellweg, Geschäftsführer der am Projekt beteiligten Internationalen Bauausstellung (IBA). Günstige Mieten in Höhe von 4,50 Euro kalt pro Quadratmeter sollen potenzielle Nutzer anlocken – der übliche Durchschnittspreis für Büros im Stadtteil liegt bei sechs bis acht Euro. Betreut werden die Gewerbetreibenden vom Büro für Lokale Wirtschaft (LoWi). Eine gemeinsame Webseite ist in Planung. Der Entwurf für den Welt-Gewerbehof stammt vom Hamburger Architektenbüro dalpiaz + giannetti.
„Leider haben wir zu wenige Gewerbeprojekte gemacht“, übte IBA-Chef Hellweg Selbstkritik. Aber das sei „ein anderes Kapitel“.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.