Dritte Waldorf-Kita auf der Elbinsel

Holzschiff, Sandkasten, Schaukel: An der Georg-Wilhelm-Straße gibt es viel Platz, um sich auszutoben. Foto: cvs

Im Sommer starten im Rotenhäuser Damm die Bauarbeiten -
Fertigstellung: Herbst 2016

Von Christopher von Savigny.
In der Georg-Wilhelm-Straße gibt es eine, ebenso in der Veringstraße: Das Konzept der Waldorf-Kita läuft gut im Stadtteil. So gut, dass der Verein zur Förderung der Interkulturellen Waldorfpädagogik jetzt noch einen dritten Kindergarten einrichten will. Das anvisierte, rund 500 Quadratmeter große Grundstück am Rotenhäuser Damm grenzt unmittelbar an die Kita in der
Georg-Wilhelm-Straße an, sodass die beiden Flächen zusammengeführt werden können. „Solche Zufälle gibt es wirklich selten", sagt Marie-Luise Sparka aus dem Vereinsvorstand. „Aber wir haben hart darum gekämpft, und nun ist es uns gelungen."
Im Jahr 2010 wurde auf der Elbinsel die erste Kita des Vereins eröffnet, der sich speziell das Thema „Interkulturalität" auf die Fahnen geschrieben hat. Derzeit haben rund die Hälfte der angemeldeten Kinder ausländische Wurzeln. Viele Eltern, die kein oder wenig Deutsch sprechen, hoffen darauf, ihrem Nachwuchs eine frühzeitige Sprachförderung ermöglichen zu können. Diese Förderung wird vom Verein angeboten. Und weil die Liste der Bewerber immer länger wird, entsteht nun eine dritte „Filiale".

Musisch, küstlerisch und
motorisch gefördert

Der baufällige Altbau am Rotenhäuser Damm soll im Laufe der Sommerferien abgerissen werden. Ab Herbst entsteht dann ein dreigeschossiges, modernes Gebäude mit mehreren Gruppenräumen, einer Dachterrasse, sowie einer Küche im Keller, die auch die angrenzende Schwesterkita mitversorgen kann. Ein Schuppen sowie mehrere alte Garagen werden abgebrochen,
sodass zwischen den Grundstücken Platz für einen Spielplatz frei wird. Die Zahl der Wilhelmsburger Betreuungsplätze erweitert sich dadurch von derzeit 80 auf künftig 120 bis 140. Die Baukosten liegen bei zwei Millionen Euro. Geplante Fertigstellung: frühestens im Herbst 2016.
Nach dem Konzept der Waldorfpädagogik werden Kita-Kinder schwerpunktmäßig motorisch sowie musisch und künstlerisch gefördert.

Fünf Inklusionsplätze

Auf dem Tagesplan stehen Fächer wie „Eurythmie" (anthroposophische Bewegungskunst), Handwerken und Musizieren. Die Kita in der Georg-Wilhelms-Straße verfügt über einen großen Garten mit Klettergerüst, Baumhaus und Schaukel.
Die Veringstraße bietet überdies fünf Inklusionsplätze für Kinder „mit erhöhtem Betreuungsbedarf" an.
Kontakt: Tel 419 074 02, 271 60 900.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.