Diese Schüler sind perfekte Wetterfrösche

Frank Böttcher, Leiter des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation (r.), und der stellvertretende Schulleiter Michael Möller, erklären, wie ein Windmessgerät funktioniert. Foto: pit

Die Sprachheilschule am Kurdamm hat jetzt eine Wetterstation

Das komische Teil auf dem Dach der Turnhalle sieht aus wie zwei zusammenge-klebte Löffel. „Was ist denn das?“, will Frank Böttcher, Leiter des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation, wissen. „Ein Windmesser“, rufen ihm ein paar Jungen und Mädchen begeistert zu. Die Schüler der Sprachheilschule am Kurdamm wissen, wovon sie sprechen, denn seit einiger Zeit besitzt die Schule eine eigene Wetterstation. Zur Einweihung kam Wetterexperte Böttcher persönlich vorbei.
Die Station gibt den Schülern die Möglichkeit, sich in Wetter- und Klimabeobachtungen auszuprobieren und die Erkenntnisse im Unterricht zu bearbeiten. „Dies ist auch ein erster Schritt, den Kindern das Thema Klimaschutz nahezubringen“, erläutert Michael Möller, stellvertretender Schulleiter.
Die Schüler kennen sich mittlerweile schon gut aus mit dem Wetter, lesen Temperaturen ab, messen Niederschlagsmengen und bestimmen die Windgeschwindigkeit. Möller: „Auch Begriffe wie Bewölkung und Graupel sind jetzt für die Kinder keine Fremdwörter mehr.“ Die Informationen nutzen die Schüler auch, um Pausen und Ausflüge zu planen: Wird morgen für den Fußballkurs eine Regenjacke benötigt? Oder für den Ausflug in den Wildpark eine Kopfbedeckung?
Das Projekt „Klimabotschafter – Schüler werden Klimabeobachter“ wurde im Jahr 2008 auf Initiative von Frank Böttcher ins Leben gerufen. Schulen und Bildungseinrichtungen sammeln an den jeweils aufgestellten Wetterstationen Daten zu Elementen wie Wind, Niederschlag, Luftdruck, Luftfeuchte, Temperatur, UV- und solare Strahlung. Veröffentlicht werden die Daten im Abendblatt und im Wetterbericht von Hamburg 1.
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