Die etwas andere Weltreise

Die Kinder der siebten Klasse der Nelson Mandela Schule in Wilhelmsburg waren vom Projekt des Ehepaars Sally und Stan Hannath begeistert. (Foto: rs)

Schüler der Nelson Mandela Schule trafen Sally und Stan Hannath, die für ein Kinderhospital in Südafrika sammeln

von Reinhard Schwarz

Von Kap zu Kap für Kinder in Südafrika: Das Hamburger Ehepaar Sally und Stan Hannath startete von Klein Flottbek aus zu einer halben Weltreise. Mit ihrer Unternehmung wollen die Hannaths für Spenden für ein Kinderhospital in Südafrika werben, das von der gemeinnützigen Organisation Nelson Mandela Children Fund finanziert wird. Die Autoreise mit ihrem Kleinbus führt das südafrikanische Ehepaar zunächst über Dänemark, Schweden nach Norwegen bis zum Nordkap. Von dort geht es über Finnland, Russland, Estland, Weißrussland, die Ukraine nach Rumänien, Bulgarien und die Türkei über Ägypten wieder zurück durch Afrika bis nach Kapstadt.
Während der gesamten 28.000 Kilometer langen Tour wirbt das Ehepaar für den Bau des Kinderkrankenhauses in Südafrika. In ganz Afrika gibt es derzeit lediglich vier Hospitäler für Kinder schilderte Barbara Grillmaier vom Nelson Mandela Children Fund, mit Sitz in London. Zwei dieser Krankenhäuser befinden sich in Kairo, eines in Kenia und ein weiteres in Südafrika – für insgesamt 450 Millionen Mädchen und Jungen. Grillmaier: „In Afrika sterben jährlich zehn Millionen Kinder noch vor ihrem fünften Lebensjahr.“
Eingeladen zu dem Präsentationstermin im Landhaus Flottbek waren auch 23 Kinder der 7. Klasse der Nelson Mandela Schule in Wilhelmsburg. Diesen erläuterte das Ehepaar Hannath, warum es diese durchaus strapaziöse Reise durch zwei Kontinente – Europa und Afrika – antritt. „Wir hätten die Reise auch so gemacht“, erklärte Stan Hannath, der die Expedition komplett selbst finanziert. „Aber ich will der Gesellschaft etwas zurückgeben“, so der erfolgreiche Steuerberater und Inhaber einer Druckerei.
Die Mädchen und Jungen der Nelson Mandela Schule zeigten sich von dem abenteuerlustigen Ehepaar und dessen Werbereise beeindruckt. „Die Tour finde ich gut, da sie ja für arme Kinder ist“, sagt Sahil Kapoor (14). „Ich würde auch gerne mitfahren.“ Auch Diellza (13) zeigte sich angetan: „Ich finde die Aktion gut, weil man ja auch vielen Kindern damit hilft.“ Joyce (13) meinte: „Ich finde, wir geben viel zu viel für unsinnige Projekte aus und könnten mehr für afrikanische Kinder tun.“
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