Der Zollzaun ist Geschichte

„Ein alter Wunsch geht in Erfüllung“, sagt IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg. (Foto: cvs)

Spreehafen ab 2013 frei zugänglich: Zaun wird bis Anfang nächsten Jahres abgebaut – neuer Anleger in Planung

von Ch. v. Savigny

Der Zollzaun ist Geschichte: Mit dem Beginn des Präsentationsjahres der Internationalen Bauausstellung (IBA) Anfang 2013 soll die Umzäunung rund um den Spreehafen komplett verschwinden.
Breite Treppen sollen dazu einladen, sich hinzusetzen oder den Deich zu überqueren. An der Ernst-August-Schleuse geht Mitte Dezember ein neuer Fähranleger in Betrieb. Zusätzlich ist eine Radfahrer- und Kinderwagen-freundliche Verbindung zum Stübenplatz geplant. „Mit der Öffnung des Spreehafens haben die Wilhelmsburger im Norden nun endlich ihren direkten Zugang zum Wasser und zum Hafen. Mit dem Fall dieser Barriere wird der jahrelange Kampf der Bevölkerung belohnt, und Wilhelmsburg gewinnt an Lebensqualität“, sagt Bezirksamtsleiter Andy Grote.
Die Öffnung des Spreehafens ist ein Gemeinschaftsprojekt des Bezirksamts Mitte, der IBA und des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG). Bereits jetzt wird an der Hafenrandstraße und an der Harburger Chaussee kräftig gebaut: Mitarbeiter des LSBG haben Lärmschutzwände aufgestellt und provisorische Treppen errichtet. Später sollen Ausflügler auf frisch ausgestreuten und befestigten Parkwegen vom Stübenplatz aus zum Spreehafen gelangen können. Für Fahrräder und Kinderwagen werden Rampen konstruiert. Eine neue Fußgängerampel sorgt dafür, dass man sicher über die Straße kommt. Auch in Höhe der Einmündung Georg-Wilhelm-Straße und in der Nähe der S-Bahn-Station Veddel sollen breite Stufen in den Ernst-August-Deich gebaut werden, damit die Anwohner leichter „ihren“ Spreehafen in Besitz nehmen können.
Entdecken kann man die Elbinsel ab Mitte Dezember auch per Hadag-Fähre: Die Linie 73 wird bis zur Ernst-August-Schleuse verlängert, die einen eigenen Anleger bekommt. „Ein alter Wunsch von Bürgern und Vereinen wird mit diesem Projekt erfüllt“, sagt IBA-Chef Uli Hellweg. „Mit dem geplanten Fähranleger wird Wilhelmsburg auf dem Wasserweg direkt mit den Landungsbrücken verbunden sein.“
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