Der schnellere Weg zum Einkaufen

Zwischen Am Veringhof und Veringstraße wird es ab April einen Durchgang geben. Noch sind die Arbeiten in vollem Gange.

Ab April verbindet ein Durchgang die Veringstraße mit den Geschäften Am Veringhof

Lange Umwege zum Einkaufen wird hier bald niemand mehr machen müssen: Auf Höhe der Veringstraße 67 entsteht zurzeit ein Durchgang zu den Supermärkten in der Straße Am Veringhof. Das Wochenblatt beantwortet die wichtigsten Fragen:
• Wer baut?
Bauherr ist der Discounter Lidl. Das Unternehmen trägt die gesamten Kosten – zur Höhe will man sich nicht äußern.
• Warum wird der Durchgang gebaut?
Nach eigenen Angaben will Lidl die Erreichbarkeit seiner Filiale für Fußgänger verbessern. Bisher mussten alle, die das kleine Einkaufszentrum Am Veringhof zu Fuß erreichen wollten, den Umweg über die Fußgängerpassage an der Mannesallee oder die Neuhöfer Straße nehmen. Auch die Saga, Eigentümerin des Gebäuderiegels in der Veringstraße, verspricht sich einen positiven Effekt von dem neuen Durchgang. Die umliegenden Geschäfte würden durch mehr Laufkundschaft profitieren, meint Saga-Sprecherin Kerstin Matzen. So sieht das auch Arno Siebert von der Gesellschaft für Stadtentwicklung, die das Sanierungsgebiet „Südliches Reiherstiegviertel“ betreut: „Es wird zu einer Belebung der Veringstraße führen“, sagt er. Der neue Zugang zu den Supermärkten sei eine enorme Abkürzung und eine große Verbesserung, besonders für die vielen älteren Bewohner des östlichen Reiherstiegviertels, die nicht mehr gut zu Fuß sind.
• Wie weit sind die Arbeiten?
Zurzeit wird der Durchbruch ausgebaut, danach soll der Zugang sowohl auf der Seite des Einkaufszentrums, als auch auf der Seite der Veringstraße barrierefrei umgebaut werden.
• Was ist noch geplant?
Am Durchgang entsteht eine neue Ladenfläche. Dem Vernehmen nach gibt es schon einen interessierten Eiscafé-Betreiber. Laut Saga sei jedoch noch kein Gewerbevertrag geschlossen worden. „Ein Eiscafé wäre an dieser Stelle sicherlich eine Bereicherung des Quartiers“, so Matzen.
• Wann wird der Durchgang fertig sein?
Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im April abgeschlossen sein, so die Saga. Die Fertigstellung hatte sich verzögert, weil das Denkmalschutzamt Auflagen erhoben hat. Der Bau von 1928 gilt als prägend für die Veringstraße und steht unter Denkmalschutz. „Es handelt sich hier um die einzige expressionistische Wohnanlage aus Putzbauten, die in dieser Größenordnung im gesamten hamburgischen Staatsgebiet besteht“, erklärt Jörg Seifert, Sprecher des Denkmalschutzamtes. Man habe sich darauf verständigt, die angrenzenden Eingangsbereiche in der Veringstraße 65 und 67 ebenfalls denkmalgerecht zu sanieren. Unter anderem sollen die Fassadenverkleidung und Fensterelemente denkmalgerecht zurückgebaut sowie die Holztür, ein Vordach, Schaufenster und Balkonbrüstungen nach dem bauzeitlichen Vorbild wieder hergestellt werden, so der Sprecher.
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