Der Plan für Wilhelmsburgs neue Mitte ist fertig

grafik: DZH/RMP

Sieger im Wettbewerb „Wohnen für alle - mitten in Wilhelmsburg“ ist ermittelt: DeZwarteHond/RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten - viele Anregungen der Bürger berücksichtigt

Das neue Wohnquartier in Wilhelmsburgs Mitte nimmt Gestalt an - zumindest auf dem Papier. Der von der IBA durchgeführte städtebauliche Wettbewerb ist entschieden. Die Jury hat einstimmig für den Vorschlag von DeZwarteHond/ RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten votiert.

Was ist geplant? Nach Verlegung der Reichsstraße sollen auf dem 18 Hektar großen Gelände zwischen Rathauswettern, Dratelnstraße, Rotenhäuser- und Neuenfelder
Straße 1.400 Wohnungen entstehen, ein Drittel Eigentumswohnungen, ein Drittel frei
finanziert, ein Drittel Sozialwohnungen. Auch Reihenhäuser sind vorgesehen, allerdings keine Einzelhäuser. Der Entwurf sieht auch eine große Moschee vor.

Wie sieht der Zeitplan aus? Bis 2018 soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden, ab 2020 könnte mit dem Wohnungsbau begonnen werden. Die Fertigstellung ist bis 2023 geplant. Auf einem Teil des Geländes befinden sich derzeit Flüchtlingsunterkünfte.

Können daraus Verzögerungen für das Projekt erfolgen? „Nein“, sagt IBA-Sprecher Stefan Laetsch, „es handelt sich um eine temporäre Unterkunft. Dies ist im Zeitplan entsprechend berücksichtigt.“

Welche Anregungen der Bürger finden sich im Entwurf wieder? Stefan Laetsch: „Es gab einen ganzen Katalog an Anregungen und Hinweisen. Dazu gehörten unter anderem der Erhalt des Sportplatzes, Einrichtung von Treffpunkten im Quartier, keine monostrukturelle Bauweise oder fahrradgerechter Verkehr.“

Stimmen zum siegreichen Entwurf: Lutz Cassel, Vorstand im Beirat für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg: „Ein ganz großer Teil unserer Interessen finden sich in dem Entwurf wieder. Das Verfahren war genau das Richtige für Wilhelmsburg.“
Bezirksamtsleiter Andy Grote: „Durch das integrierte Beteiligungsverfahren entspricht der Entwurf den Anforderungen und Wünschen der Bürger in Wilhelmsburg. Das ist eine ideale Grundlage für die weitere Entwicklung.“
Oberbaudirektor Jörn Walter: „Mit dem Entwurf schaffen wir eine Identität in Wilhelmsburg, die einmalig in Hamburg ist.“
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