Dem Künstler auf die Finger gucken

Insgesamt 35 Künstler lassen sich bei den 1. Elbinsel Kunst-und Ateliertage über die Schulter schauen. Initiatorin Kathrin Milan: „Jeder darf zeigen, was er macht, es gibt keine Vorgaben.“

Spannende Premiere: 1. Elbinsel Kunst-und Ateliertage am 1. und 2. Oktober

Was die können, können wir schon lange! Weil bei den derzeit hamburgweit stattfindenden Offenen Ateliertagen nicht jeder mitmachen darf, hat die Wilhelmsburger Künstlerin Kathrin Milan kurzerhand ein eigenes Format geschaffen: Für das erste Oktoberwochenende hat sie die „1. Elbinsel Kunst- und Ateliertage 2011“ ins Leben gerufen. An 20 Orten in Wilhelmsburg und auf der Veddel lassen sich 35 Kunstschaffende bei der Arbeit auf die Finger schauen – und laden sogar zum Mitmachen ein.
Während die Offenen Ateliertage nur den Mitgliedern des Berufsverbands bildender Künstler (BBK) vorbehalten sind, ist die Wilhelmsburger Veranstaltung offen für alle, die eine Wohnung oder ein Atelier im Stadtteil haben. „Bei uns kann jeder mitmachen“, betont Milan. Auf diesen Unterschied legt die Künstlerin besonderen Wert. Milan: „Wir brauchen keine Jury, die entscheidet, was Kunst ist und was nicht!“
Mit den Elbinsel Kunst- und Ateliertagen wollen die Teilnehmer außerdem darauf aufmerksam machen, dass der Stadtteil genug eigene Künstler aufzuweisen hat, die unabhängig und frei arbeiten. „In letzter Zeit hat vieles im Kulturbereich immer mit der Internationalen Bauausstellung zu tun, aber das hier nicht, das ist fern ab von jedem Kommerz“, sagt Katharina Jensen. Es gebe weder Auswahlkriterien noch müssten die Teilnehmer Konzepte schreiben oder sich an Themen halten, ergänzt Initiatorin Milan. „Alle dürfen ihre Sachen ganz frei dem Publikum vorstellen!“
Unter den Teilnehmern finden sich überregional bekannte Namen wie Werner Schaarmann, der als BBK-Mitglied gleich doppelt in sein Atelier einlädt, neben Künstlern, die in Wilhelmsburg bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt haben, darunter Raimund Samson, Kathrin Milan und andere, sowie einige noch unbekannte Gesichter. Dazu gehört etwa der Maler Kamalludin Sayed, der aus persönlichen Gründen lange im Verborgenen lebte und jetzt die Chance nutzen will, neue Kontakte zu knüpfen.
Die teilnehmenden Künstler arbeiten in den Bereichen Fotografie, Malerei, Druckgrafik, Skulptur und Performance, es gibt also allerhand Spannendes zu sehen bei den Ateliertagen.

35 Künstler laden für Sonnabend und Sonntag, 1. und 2. Oktober, zu den 1. Elbinsel Kunst-und Ateliertagen ein. Neben den Austellungen in rund 20 Ateliers werden Workshops, Mitmachaktionen und Vorführungen angeboten. Die genauen Termine und Orte stehen auf einem Flyer, der im Stadtteil ausliegt, oder im Internet: www.kunst-und-ateliertage.de
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