Das Rialto wird abgerissen

Bauunternehmer Konrad Grevenkamp vor seinem neuesten Sanierungsprojekt in der Mokrystraße. Foto: cvs

Besitzer plant hier einen fünfstöckigen Neubau -
Baubeginn vermutlich im Frühjahr 2016

Von Ch.v.Savigny.
Das Rialto ist Geschichte: Nachdem das Wilhelmsburger Kino am Vogelhüttendeich im Sommer vor zwei Jahren noch einmal zum Leben erweckt worden war, muss das Gebäude nun einem Wohnhaus weichen. „Es ist nicht mehr zu retten“, sagt auch dessen Besitzer Konrad Grevenkamp. Der Bau ist komplett marode – nur dank einer Sondergenehmigung durch das Bezirksamt durfte das Kino zwischenzeitlich noch einmal bespielt werden.
Nach derzeitigem Planungsstand soll es einen fünfstöckigen Neubau mit bis zu 700 Quadratmetern Wohnfläche geben. Das Erdgeschoss – so die Überlegung – könnte für kulturelle Zwecke genutzt werden. Grevenkamp selbst will sich um diesen Punkt nicht kümmern. „Das bleibt den späteren Bewohnern überlassen“, so der Besitzer und Bauherr. Diese müssten allerdings ein überzeugendes Konzept vorlegen. „Schöne Ideen reichen da nicht aus!“

Zwei Altbauten
hat er schon saniert

Mit seiner Baugesellschaft „impuls21“ sucht Grevenkamp nach Interessentengruppen, die den späteren Neubau mieten oder kaufen wollen. Möglich seien auch Wohnprojekte in Form einer Genossenschaft oder nach dem Modell des Mietersyndikats. „Es gab bisher drei bis vier Projektgruppen, die Interesse gezeigt haben“, berichtet der Besitzer. Im Frühjahr 2016 sollen die Bauarbeiten starten. Voraussichtliche Dauer: 15 bis 18 Monate.
Für den St.-Paulianer Grevenkamp ist es nicht das erste Bauprojekt auf der Elbinsel: Zwei Altbauten im Reiherstiegviertel hat er bereits saniert, der dritte in der Mokrystraße – unmittelbar neben dem ehemaligen Rialto – soll im März 2016 wieder hergerichtet sein. In allen seinen Häusern wohnen Studenten und junge Leute.
„Ich finde es gut, wenn man zusammenwohnt und nicht so parzelliert in Einzelwohnungen“, sagt Grevenkamp. Probleme mit seinen Mietern habe er so gut wie gar nicht. „Lehrer oder Juristen sind da bestimmt viel schwieriger“, lacht er.
Möglicherweise entsteht irgendwann nochmal an anderer Stelle im Stadtteil ein Kino – in der Vergangenheit waren immer wieder diesbezügliche Überlegungen laut geworden. Konkret ist allerdings nichts: „Uns liegen bis heute weder Vorbescheids- noch Bauantragsverfahren vor“, sagt Bezirksamtssprecher Norman Cordes.
Infos zum Rialto-Neubau: www.impuls21.eu
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