„Das Geld ist trotzdem knapp!“

Bürgerhaus-Chefin Bettina Kiehn und Egon Martens, Vorsitzender des Fördervereins Bürgerhaus, freuen sich über die Rücknahme der Sparpläne. „Doch knapp ist das Geld trotzdem“, sagen sie. Foto: pit

Aufatmen im Bürgerhaus: Senat nimmt geplante Kürzungen zurück

Die gute Nachricht aus der vergangenen Woche hat bereits konkrete Auswirkungen gezeigt: Die Parkplatzbeleuchtung am Bürgerhaus funktioniert wieder. „Als wir erfuhren, dass der Senat die geplanten Kürzungen zurückgenommen hat, haben wir das kaputte Licht sofort reparieren lassen“, sagt Bettina Kiehn, Geschäftsführerin des Bürgerhauses. Aber: „Der Reichtum ist bei uns ist trotzdem nicht ausgebrochen!“
Neun Hamburger Bürgerhäuser und Kulturzentren können derzeit aufatmen, die Stadt hat Einsparungen von insgesamt 365.000 Euro rückwirkend zum Jahresbeginn zurückgenommen. Die Wilhelmsburger Einrichtung hatte sich für die nächsten Jahre bereits auf 64.000 Euro weniger Zuschüsse eingestellt. „Das wollten wir über die Instandhaltungsmittel kompensieren“, erklärt Kiehn. Dazu gehört auch die Parkplatzbeleuchtung.
Bei den Personalkosten hätte man ohnehin nichts einsparen können, mit den acht Hauptamtlichen kann der laufende Betrieb so gerade eben am Laufen gehalten werden. Seit Juli sind außerdem eine Aktivjob- und zwei Zivi-Stellen weggefallen, die nicht neu besetzt werden können. Kiehn: „Das Personal ist knapp!“ Die Besucher bemerken davon glücklicherweise nichts, Kurs- und Gruppenangebote laufen weiter. Allenfalls beim Service gibt es Abstriche.
Auch wenn das Geld weiterhin knapp ist, freut sich die Bürgerhaus-Chefin über die Wertschätzung, die hinter der Senatsentscheidung steckt. „Der Senat hat sich erstmalig zu seinen Bürgerhäusern bekannt“, freut sich Kiehn. Der Einsatz von Bürgern, Politik und Verwaltung habe Erfolg gezeigt.
„Das Bürgerhaus hat eine wichtige soziale Funktion für den Stadtteil, das wurde hierdurch anerkannt“, bestätigt Metin Hakverdi (SPD), der als Mitglied im Haushaltsausschuss bei den Verhandlungen dabei war. Im nächsten Jahr soll zudem die Arbeit aller Bürgerhäuser untersucht und neu bewertet werden, die Ergebnisse dann in den nächsten Haushalt 2013/14 einfließen.
Egon Martens, seit vier Jahren Vorsitzender des Fördervereins Bürgerhaus, erhofft sich viele neue Mitglieder. „Ich sehe die Senatsentscheidung als positives Signal, dass neue Leute in unseren Verein lockt.“
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