Bürgermeister ist ein Elbinsel-Fan

SPDler unter sich: Bezirksamtsleiter Markus Schreiber, Anja Keuchel (SPD Wilhelmsburg), Bürgermeister Olaf Scholz, Klaus Lübke (SPD Veddel) und der Vorsitzende der Bezirksversammlung Mitte, Dirk Sielmann (v.l.). (Foto: cvs)

Bezirklicher Jahresempfang: Olaf Scholz macht
Wilhelmsburg zum Thema Nummer eins

von Ch. v. Savigny, Hamburg-Mitte
Klares Bekenntnis für die Elbinsel: „Stadtteilen wie Wilhelmsburg gehört unsere Zukunft“, sagte Bürgermeister Olaf Scholz anlässlich des Jahresempfangs der Bezirksversammlung Mitte. Rund 400 Gäste aus Wirtschaft, Politik und aus Vereinen waren der Einladung in die Alte Oberpostdirektion in der Neustadt gefolgt. Das 120 Jahre alte Gebäude wird derzeit umgebaut: Für 140 Millionen Euro entsteht im Erdgeschoss eine Marktpassage, die darüber liegenden Geschosse werden an Ärzte und Kliniken vermietet.
In seiner Rede hatte der Bürgermeister die Bedeutung der Elbinsel, die erst seit 2008 zum Bezirk Mitte gehört, besonders hervorgehoben. „Zusammen mit Billstedt hat Wilhelmsburg den größten Anteil an Kindern und Jugendlichen“, so Scholz. Für sie müsse gesorgt werden. „Schulen müssen die Paläste des Stadtteils sein“, sagte er. Beim Senatsprojekt „Sprung über die Elbe“ gehe es in erster Linie um Lebensqualität für die Bewohner. „Wichtig ist: Was bleibt nach IBA und igs von den Projekten übrig?“, so Scholz.
Um die Bewohnerstruktur zu erhalten, könne man, wie etwa in St. Georg, über eine soziale Erhaltungsverordnung nachdenken. Scholz kündigte 5.000 neue Wohnungen bis zum Jahr 2020 für den Stadtteil an. Die Frage nach der Funktion des Behördenneubaus an der Neuenfelder Straße blieb indes offen: „Fest steht, das dort ein Verwaltungsgebäude entsteht“, so Scholz. „Welche Behörde am Ende einzieht, wird man sehen.“ Ursprünglich sollte dort die Hamburger Umweltbehörde ihr neues Zuhause bekommen – mittlerweile sind allerdings schon Alternativvorschläge im Umlauf.
Auch etliche Wilhelmsburger kamen zum Empfang: „Ich finde es gut, dass Olaf Scholz diese Themen angesprochen hat“, sagte Anja Keuchel (SPD). Die Politikerin aus dem Reiherstiegviertel war zum ersten Mal beim Jahresempfang dabei: „Er bietet eine schöne Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen“, sagte sie. „Für mich als Neuling in der Bezirksversammlung ist das toll!“ Auch für die leibliche Versorgung war gesorgt: Insgesamt 400 Portionen Currywurst gingen über den Tresen, dazu flossen hunderte Liter Bier, Wein, Saft und Wasser.
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