Beste Schülerzeitung Deutschlands

Lehrer Martin Hattenhauer (l.) mit seinen Schützlingen von der Schülerzeitung „WKS-Aktuell“: Joel (14), Petro (15), Tina (13, v.l.) und Jowani (14, hinten).

Bundeswettbewerb: Willi-Kraft-Schule siegt in Kategorie Förderschulen

Toller Erfolg für acht engagierte Schüler der Willi-Kraft-Schule: Ihre Schülerzeitung „WKS-Aktuell“ hat bei einem bundesweiten Wettbewerb den ersten Preis in der Kategorie Förderschulen gewonnen. „Man spürt, dass die Zeitungsmacher etwas zu sagen haben und die Zeitung nicht zum Selbstzweck gemacht ist“, begründete die Jury ihre Entscheidung. Der mit 1.000 Euro dotierte Preis wird am 6. Juni im Bundesrat übergeben. „Drei Schüler werden den Preis in Berlin entgegennehmen“, so Martin Hattenhauer.
Für den Lehrer, der das Zeitungsprojekt seit sechs Jahren betreut, kam dieser Sieg überraschend. „Wir waren beim Hamburger Wettbewerb schon öfters unter den Preisträgern, doch mit einem bundesweiten Sieg habe ich nicht gerechnet“, sagt er. Auch die Schüler seien begeistert. Dass es die Schülerzeitung an der Willi-Kraft-Schule überhaupt gibt, ist für Hattenhauer keine Selbstverständlichkeit: „Die meisten unserer Schüler empfinden Lesen und Schreiben eher als Strafe. Da ist es schon erstaunlich, dass einige echtes Interesse am Recherchieren und Aufschreiben einer Geschichte haben.“
Die „WKS-Aktuell“ erscheint zweimal pro Jahr. Erstellt wird die Zeitung von acht Schülern der 8., 9. und 10. Klasse. Die Themen legen die Redakteure selbst fest: „Schwerpunkte sind die Schule, die Situation der Schüler und der Stadtteil“, so Hattenhauer. Das Titelthema der prämierten Ausgabe: Was haben wir verdient. Das Thema wird unter unterschiedlichen Aspekten beleuchtet, etwa wie die Förderschüler von Außenstehenden behandelt werden – und ob sie das verdient haben; was Wilhelmsburg in Bezug auf die Bauausstellung verdient hat, oder welche Freundschaften die Schüler – im Hinblick auf Facebook – verdient haben.
Die Themenwahl war auch für die Jury, die aus Vertretern der Jugendpresse Deutschland sowie Jung- und Berufsjourna-listen bestand, eine besondere Stärke der Schülerzeitung: „Es wird kein leichtes Thema aufgegriffen, welches jedoch mit Authentizität auf die Lebenswirklichkeit auf die Schüler heruntergebrochen wird“, heißt es.
Was mit dem Preisgeld gemacht wird, steht noch nicht fest. „Am liebsten hätten die Schüler es ausbezahlt“, so Hattenhauer schmunzelnd.
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