Berufspläne total gewandelt

Kim Morschek hat durch den Bundesfreiwilligendienst ihre soziale Ader entdeckt – und die Elbinsel. (Foto: Ina Pavel)

Bundesfreiwilligendienst: 18-Jährige entdeckt in Wilhelmsburg ihre soziale Ader

Kim Morschek hatte mit sozialem Engagement eigentlich wenig am Hut, bis sie per Zufall als BFDlerin beim Spielmobil Falkenflitzer landete. Seit August letzten Jahres ist die 18-Jährige eine von 30.000, die für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Einsatz sind. „Während der Schulzeit war das Theater meine absolute Leidenschaft, aber seit ich hier bin, haben sich meine beruflichen Pläne total gewandelt“, gibt sie lachend zu. „Ich will auf jeden Fall in den Bereich der interkulturellen Pädagogik gehen.“
Der Falkenflitzer ist ein Spielmobil, das seit 1993 Kinder in sozialen Brennpunkten freizeitpädagogisch betreut. Morschek begleitet die Mitarbeiter oft dabei, wenn sie zu den Wohnunterkünften für Zuwanderer oder den öffentlichen Plätzen fahren. So lernte sie auch den Stadtteil Wilhelmsburg kennen. „Die Kinder freuen sich hier so sehr, wenn wir kommen. Das ist total schön zu sehen“, erzählt sie. Die gebürtige Hamburgerin hatte zuvor in ihrem Leben kaum Kontakt zu Kindern und war ganz überrascht, wie schnell sie ihr Vertrauen gewinnen konnte. Da die Sprachlevel der Kinder sehr verschieden sind, muss sie Spiele manchmal öfter erklären. „Daher spielen wir meistens sofort nach dem Prinzip learning by doing. Aber die Kinder lernen die deutsche Sprache ziemlich schnell, wenn man deutlich mit ihnen redet“, so Morschek. Ihr Highlight als BFDlerin erlebte sie übrigens letzten Sommer, als das Spielmobil am Lüttville-Festival teilnahm. Während dieser Tage töpferte und malte sie mit Kindern bei einem Kreativ-Workshop.
Der BFD ist ein Projekt der Bundesregierung, dass Männern und Frauen jeden Alters ermöglicht, sich außerhalb von Beruf und Schule für einen Zeitraum zwischen 6 und 24 Monaten zu engagieren. Infos: www. bundesfreiwilligendienst.de
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