Beirat sucht neue Mitglieder

Der Vorsitzende Lutz Cassel freut sich, dass die Arbeit des Stadtteilbeirats Wirkung zeigt: „85 bis 90 Prozent der Empfehlungen des Beirates wurden in der Vergangenheit von Politik und Bezirk positiv aufgenommen und umgesetzt“, sagt er.

Wer Lust hat, sich für seinen Stadtteil einzusetzen, kann sich noch bis zum 25. August bewerben

Der Beirat für Stadtteilentwicklung sucht neue Mitglieder aus Wilhelmsburgs 13 Quartieren. Das Elbe Wochenblatt sprach mit Lutz Cassel darüber, wie wichtig der Beirat für die Elbinsel ist. Cassel ist seit sechs Jahren Mitglied und hat vor vier Jahren den Vorsitz des Beirats übernommen.

Elbe Wochenblatt: Was sind die wichtigsten Aufgaben des Beirats?
Lutz Cassel: Das ist sehr vielfältig: Zunächst geht es im Kleinen um quartiersbezogene nachbarschaftliche Probleme oder Vorhaben, aber auch Ärger mit Ämtern des Bezirks oder den Behörden. Darüber hinaus steht dem Beirat eine gewisse Summe Geldes zur Verfügung, mit dem zum Beispiel nachbarschaftliche, kulturelle oder auch bildungsfördernde Projekte unterstützt und gefördert werden.
EW: Was war bisher der größte Erfolg des Beirats?
LC: Erfolge, insbesondere die großen, haben viele Väter und Mütter. So war der Beirat maßgeblich beteiligt an der Umsiedlung des Containerbetriebes „Progeco“ aus der Jaffestraße, der Verhinderung der Umsiedlung des Opernfundus an den Veringkanal und mit Hilfe des Bezirksamtsleiters Andy Grote der Einrichtung des im Grunde erfolgreichen, sehr heterogen besetzten bezirklichen Beratungsgremiums zur Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße.
EW: Warum sollten sich Bürger im Beirat engagieren?
LC: Dieser jahrzehntelang vernachlässigte Stadtteil von der Größe einer Kleinstadt hat in den letzten paar Jahren einen Schub zur Verbesserung der Lebensqualität und des Miteinanders bekommen. Vieles wurde durch die IBA 2013 aber lediglich angestoßen und die daraus folgernden Aktivitäten und weiteren Planungen in der Stadtteilentwicklung sollten weiter von den Bürgern kritisch konstruktiv und zukunftsorientiert begleitet werden.
EW: Wer darf sich bewerben?
LC: Jede Bürgerin und jeder Bürger, der auf Wilhelmsburg wohnt oder arbeitet. Jeder ohne Ansehen der Herkunft oder der Religion.
EW: Wie viel Zeit müssen Mitglieder mitbringen?
LC: Das hängt ein wenig vom Engagement des einzelnen Mitgliedes ab und auch von den anstehenden Problemlagen der einzelnen Quartiere. Aber im Mittel dürften es wohl zwei Stunden in der Woche nicht übersteigen plus Vorbereitung auf die und Teilnahme an der alle zwei Monate stattfindenden öffentlichen Sitzung.


Bewerbung für den Beirat:
Für die Bewerbung ist es notwendig ein Formular auszufüllen und im Büro des Stadtteilbeirats im Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestraße 20, abzugeben. Der Bewerbungsbogen kann entweder bei Kai Osten vom Bezirksamt Mitte unter Tel. 428 54 46 24 oder per E-Mail an kai.osten@hamburg-mitte.hamburg.de oder im Büro des Stadtteilbeirats bei Hannah van Riel unter Tel. 75 20 17 18 oder stadtteilbeirat@buewi.de angefordert werden. Bewerbungsschluss ist Montag, 25. August.

Beirat für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg:
Das Bürgergremium ist 1997 ins Leben gerufen worden. Es tagt sechs Mal im Jahr im Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestraße 20. Alle 17 Beiratsmitglieder und ihre 17 Vertreter engagieren sich ehrenamtlich. Im Beirat sitzen neben 13 Vertretern der verschiedenen Quartiere Wilhelmsburgs auch Vertreter der politischen Parteien. Zukünftig möchte der Vorstand auch Gewerbetreibende und Religionsgemeinschaften mit einbinden. Die Mitglieder des Beirats arbeiten ehrenamtlich und erhalten kein Geld. Sie werden nicht direkt gewählt, sondern von der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte eingesetzt.
Der Beirat finanziert sich hauptsächlich durch Spenden, für dieses und die nächsten beiden Jahre sind so jährlich 10.000 Euro gesichert. In diesem Zeitraum fließen weitere 10.000 Euro aus dem Quartiersfonds des Bezirks in die Beitragsarbeit. 5.000 Euro spendet Aurubis für den Verfügungsfonds des Beirats, aus dem kleinere Stadtteilprojekte finanziert werden.
Die nächste Sitzung des Beirates findet am Mittwoch, 27. August, ab 18.30 Uhr im Bürgerhaus Wilhelmsburg statt. Voraussichtlich wird in dieser wie immer öffentlichen Sitzung der Vorstand neu gewählt. AS
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