Baustellen zur Schau stellen

IBA-Chef Uli Hellweg bei seiner Lieblingsbeschäftigung: Auf dem IBA-Turm an der Neuenfelder Straße erklärt er den Fortschritt der Bauarbeiten. Foto: pit

IBA gestattet Neugierigen den Blick durch den Bauzaun – 2012 sollen weitere 15 Projekte fertig werden

von Steffen Kozieraz

Wohnhäuser mitten in einem Wasserbecken, ein Haus mit verschiebbaren Wänden, ein alter Flakbunker als begehbares Kraftwerk: Die Projekte der Internationalen Bauausstellung (IBA) sind spektakulär. Zur Eröffnung am 22. März 2013 soll die Elbinsel Schauplatz einer visionären Stadtentwicklung sein.
Ein Stadtteil, der das Gesicht der Zukunft trägt, der die Fachwelt verzückt – und noch wichtiger: der den Menschen Lebensqualität bietet. Auch wenn IBA-Chef Uli Hellweg einräumte, dass einige Großprojekte wie die Georg-Wilhelm-Höfe bis 2013 nicht fertig werden, zog er zum Jahresende eine positive Zwischenbilanz: Von den 61 vertraglich zugesicherten Projekten sind bisher 14 vollendet, 30 im Bau und 16 in Planung.
„Wilhelmsburg war ein blinder Fleck auf der Karte der Investoren,“ so Hellweg. Inzwischen seien alle von der IBA aquirierten Grundstücke vermarktet. Den vielen Skeptikern, die anfangs ein fehlendes Interesse seitens privater Investoren prophezeit hatten, kann Hellweg nun beachtliche Zahlen vorlegen: Insgesamt 625 Millionen Euro privater Investoren stehen den 100 Millionen aus öffentlicher Hand gegenüber. Am Ende werden 1.000 Wohnungen allein durch IBA-Projekte entstanden sein. Dabei waren es gerade die „verückten Ideen“ mit den sogenannten „Smarthäusern“, die große Unternehmen wie Hochtief und Otto Wulff anlockten. Dazu Hellweg: „Wir wussten, dass wir besondere Produkte erschaffen müssen und nicht einfach nur die Hafencity kopieren. Das vermittelt auch ein Image.“
Nachdem in 2011 allein elf Projekte, zuletzt der Energieberg Georgswerder und das Veringeck, fertiggestellt wurden, geht es 2012 Schlag auf Schlag weiter. Die Eröffnung des Wohnquartiers Neue Hamburger Terassen, die Schiffbarmachung der Rathauswettern und das edle Wohnquartier mit Park auf der Harburger Schlossinsel sind nur drei der 15 geplanten Fertigstellungen im kommenden Jahr. „2012 wird das Jahr des Baustellen-Schaustellen,“ erklärt Hellweg. Die Bauzäune werden durchlässig, so dass sich die Besucher einen Insiderblick verschaffen können. Die meisten Baukräne ragen auf der riesigen Baustelle der Umweltbehörde in den Himmel. Im Konzert der Neugestaltung des Wilhelmsburger Zentrums spielt sie eine zentrale Rolle. Viele der 1.200 Mitarbeiter werden ab Frühjahr 2013 dann auf dem Weg zur Arbeit täglich ihren „Sprung über die Elbe“ antreten.
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