BallinStadt feiert Geburtstag

Fünf Jahre Ballinstadt: Geschäftsführer Volker Reimers zieht ein zufriedenes Fazit. (Foto: cvs)

Fünf Jahre Auswanderermuseum: 90.000 Besucher pro Jahr, die meisten von außerhalb

von Christopher v. Savigny

Man mag es kaum glauben, ist es wirklich schon so lange her? Vor fünf Jahren, am 4. Juli 2007, öffnete die Ballinstadt am Veddeler Bogen seine Pforten. Rund 450.000 Gäste besuchten in dieser Zeit das Museum, das die Geschichte der Auswanderung zwischen 1850 und 1934 von Hamburg in die Neue Welt thematisiert. Die Einrichtung feiert ihr Jubiläum mit einem Geburtstagsprogramm von Donnerstag, 5., bis Sonntag, 8. Juli.
Von Anfang an sei es ein Projekt voller Unwägbarkeiten gewesen, sagt Geschäftsführer Volker Reimers. „Wir wussten nicht, wie das Thema bei den Besuchern ankommt. So etwas gab es damals nicht in der Hamburger Museumswelt.“ Umso stolzer kann Reimers heute auf die Zahl von 90.000 Besuchern pro Jahr verweisen. „Das hat uns positiv überrascht.“
In drei originalgetreu wieder aufgebauten Museumskomplexen, die am Ort der früheren Auswandererhallen errichtet wurden, können Besucher die Geschichten von Menschen nacherleben, die von hier aus nach Amerika einschifften. In Halle 1 befindet sich das Foyer mit dem Glasbodenmodell der früheren Ballinstadt. Interessierte können sich kostenlos am Computer auf Familienforschung begeben. Haus 2 beherbergt einen Schiffsnachbau: Anhand von historischen Exponaten sowie Audio- und Videopräsentationen kann man das Reisen unter Deck quasi nochmal „miterleben“. Haus 3 schließlich zeigt das Leben in der damaligen Ballinstadt.
150.000 Besucher jährlich waren ursprünglich eingeplant gewesen. Dass diese Zahl nicht erreicht wurde, stört Reimers nicht. „Wir stehen an zweiter Stelle bei den historischen Museen in Hamburg“, sagt er. Knapp 20 Prozent der Gäste kommen aus der Hansestadt, der Rest reist von außerhalb an. Reimers möchte mehr Einheimische in die Ballinstadt locken: „Doch der Hamburger bewegt sich nur ungern über die Elbe rüber“, sagt er. „Dabei dauert es mit der S-Bahn vom Hauptbahnhof nur fünf Minuten.“ Mit der Bauausstellung und der Gartenschau im nächsten Jahr werde die Elbinsel mehr ins Zentrum der Stadt rücken. „Da wird sich hoffentlich einiges ändern.“

Programm:

Donnerstag, 5. Juli:
Familientag mit verlängerter Öffnungszeit bis 22 Uhr, für Kinder gibts eine Überraschung
Freitag, 6. Juli:
Besucher können sich in historischen Kostümen fotografieren lassen.
Sonnabend, 7. Juli:
Bei einem Gewinnspiel kann man eine Familien-Jahreskarte gewinnen.
Sonntag, 8. Juli:
Abschlussveranstaltung mit historischen Spielen, einem Luftballonwettbewerb und Freigetränken. Geburtstagskinder haben freien Eintritt.
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