Ausländische Ehrenamtler zu unsichtbar

Anlässlich der Fachtagung zur „Kulturellen Vielfalt des Engagements“ legte Sozialsenator Detlef Scheele ein Wort für Deutschlands ausländische Arbeitnehmer ein: „Ohne Zuwanderer könnten wir unsere Probleme nicht lösen“, sagte er. „Wir brauchen sie ganz dringend.“ Foto: cvs (Foto: cvs)

Fachtagung für „kulturelle Vielfalt des Engagements“ will das ändern

von Ch. v. Savigny

Rund 450.000 Menschen in Hamburg üben ein Ehrenamt aus. Dass ein erheblicher Anteil unter ihnen ausländische Wurzeln hat, ist den meisten gar nicht bekannt. Anlass genug für Behörden und Organisationen, eine Fachtagung zur „Kulturellen Vielfalt des Engagements“ auszurufen: Im Wilhelmsburger Bürgerhaus trafen sich jetzt Migranten aus ganz Hamburg, um sich über ihre ehrenamtliche Arbeit auszutauschen. In Workshops wurde über Chancen und Probleme diskutiert, zudem präsentierten sich die Teilnehmer mit ihren Angeboten auf einem „Markt der Möglichkeiten“.
„Während viele Hamburger Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren, im Fokus der Öffentlichkeit stehen, bleibt das freiwillige Engagement von Migranten in Hamburg oft unsichtbar“, sagte Sozialsenator Detlef Scheele. „Das wollen wir ändern, indem wir das Engagement migrantischer Organisationen einen Tag lang in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stellen.“
Auf die Beine gestellt wurde die Fachtagung von den migrantischen Organisationen selbst. Darüber hinaus gehörten das Aktivoli-Netzwerk und die Schulbehörde zu den Mitveranstaltern. Das Wochenblatt stellt einige der Ehrenamtlichen vor, die auf der Elbinsel aktiv sind.
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Bernd P. Holst aus Altstadt | 15.11.2011 | 01:30  
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