Aus alten Fotos ein neues Buch gemacht

Bildband „Hamburg-Wilhelmsburg“ zeigt den Alltag von 1880 bis 1980

An diesem Buch haben zahlreiche Wilhelmsburger Familien mitgewirkt. Denn aus ihren privaten Sammlungen stammt ein Großteil der Fotografien aus den Jahren 1880 bis 1980, die in dem gerade erschienenen Bildband „Hamburg Wilhelmsburg“ einen angemessenen Platz gefunden haben. Das Buch zeichnet die Entwicklung des Stadtbildes und den Alltag der Wilhelmsburger über den langen Zeitraum von 100 Jahren nach.
Die teilweise sehr dramatischen Bilder schlummern seit Jahren im Archiv des Museums der Elbinsel. Archivleiter Peter Beenk und Ursula Falke vom Museumsvorstand haben das Buchprojekt vor Jahren gemeinsam auf den Weg gebracht, der Journalist Uwe Wetzner hat nach dem Tod Falkes im Jahr 2008 ihre Arbeit fortgesetzt. „Weil es ihr nicht mehr vergönnt war, es zu Ende zu bringen, durfte ich auf den bereits fahrenden Zug aufspringen“, sagt Wetzner, der unter anderem für das Wochenblatt schreibt, in seinem Vorwort.
Zu sehen gibt es einen schwarzweißen Reigen aus-
drucksstarker Fotos, die gerade durch ihre Privatheit das „alte“ Wilhelmsburg aufleben lassen. Ein unbekanntes Paar posiert in den 20er Jahren am Finkenrieker Strand, in den 30er Jahren wehen Hakenkreuzfahnen im Reiherstiegviertel, am 1. Mai 1953 laufen Werftarbeiter demons-tierend durch die Weimarer Straße. Auch von der Flutkatastrophe 1962 gibt es spektakuläre, bislang unveröffentlichte Schnappschüsse von überschwemmten Straßen und tollkühnen Rettungseinsätzen.
Manch Alteingesessener wird bekannte Gesichter entdecken, auf Fotos aus Kirchengemeinden und Schulen, vom Tante-Emma-Laden, vom Schützen-
verein, der Liedertafel oder der Freiwilligen Feuerwehr. Ein schöner Bildband!
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