Auf zur großen Karnevals-Demo!

Für ihre originellen Demo-Outfits sind die Wilhelmsburger bekannt. Dieses Bild entstand während der Demonstration im Februar 2007. Schon damals in der Kritik: die Hafenquerspange. (Foto: cvs)

Spaß haben und gegen Senatspolitik protestieren: Umzug am Sonnabend, 1. Juni

Im Norden hat man mit Karneval nicht viel im Sinn. Anders in Wilhelmsburg: Nach den beiden Karnevals-Umzügen von 1997 und 2007 wird am Sonnabend, 1. Juni, erneut eine Karnevals-Demonstration durch den Stadtteil ziehen. Die Veranstalter rechnen mit über 1.000 Teilnehmern. Die fröhlich-bunte Parade hat traditionsgemäß einen politischen Hintergrund. Es geht um Spaß – aber auch um Protest gegen die Senatspolitik.
So vielfältig die Themen, so vielfältig sind die Teilnehmer: Neben den Mitgliedern der Initiative Engagierte Wilhelmsburger, die gegen die aktuelle Verkehrspolitik protestieren, beteiligen sich auch Lehrer und Eltern am Protest, um für eine bessere Bildungspolitik zu kämpfen. „Am 1. Juni zeigen wir die Themen, die uns auf den Nägeln brennen. Alle können mitmachen!“, so Mit-Initiator Dirk Holm vom Verein Zukunft Elbinsel.
Ganz bewusst habe man das Präsentationsjahr der internationalen Bauausstellung (IBA) und Gartenschau (igs) gewählt, um erneut auf die Straße zu gehen. „Die beiden Großausstellungen haben manche Forderungen und Ideen der Bewohner aufgegriffen und erfüllt, andere dagegen nicht“, so Holm. Es gebe noch viele offene Posten der Stadtteilentwicklung. „Beispielhaft stehen dafür aktuell die Forderungen nach besseren Zukunftschancen unserer Kinder, der Konflikt um den Opernfundus, die nach wie vor ungelös-ten Verkehrsprobleme, die Zerstörung des südlichen Wilhelmsburgs durch die geplante Hafenquerspange und anderes mehr.“
Um 13 Uhr starten zwei Demonstrationszüge am Stübenplatz und am Marktplatz in Kirchdorf-Süd und machen sich auf den Weg zur neuen Umweltbehörde in der Neuenfelder Straße, wo gegen 14 Uhr die gemeinsame Schlusskundgebung stattfindet.
Die Demo wird gefördert durch das Bezirksamt Hamburg-Mitte und den Stadtteilbeirat Wilhelmsburg.
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