Andy Grote neuer Bürgermeister in Mitte

Glücklicher Wahlsieger: Andy Grote (SPD). Foto: cvs

Bezirk Mitte: SPD-Mann wurde mit deutlicher Mehrheit gewählt

von Christopher v. Savigny

Der neue Bezirksamtsleiter für den Bezirk Hamburg-Mitte heißt erwartungsgemäß Andy Grote. Auf einer außerordentlichen Bezirksversammlung am letzten Donnerstag stimmten 33 der 50 anwesenden Abgeordneten für den SPD-Mann, der derzeit noch in der Bürgerschaft sitzt.
13 Stimmen erhielt der von CDU, Linke und den Piraten vorgeschlagenen Rüdiger Günther (parteilos). Vier Abgeordnete enthielten sich der Stimme.
Andy Grote übernimmt damit die Nachfolge von Markus Schreiber (SPD), der im Februar wegen des Methadontods von Chantal (11) aus Wilhelmsburg zurücktreten musste. Der 43-Jährige ist für sechs Jahre gewählt.
Grotes Wahl war erst durch den Übertritt des CDU-Mitglieds Bernd Ohde zur FDP möglich geworden. Die Liberalen gewannen dadurch Fraktionsstatus und unterschrieben kürzlich einen Koalitionsvertrag mit der SPD. Die daraus resultierende Mehrheit von 28 Stimmen konnte Grote sogar noch um fünf Stimmen übertreffen.
Aufgrund des überraschenden SPD-FDP-Bündnisses hatte der Wilhelmsburger CDU-Fraktionschef Jörn Frommann das Besetzungsverfahren zuvor als „Farce“ und als „SPD-Klüngel“ bezeichnet, da der Ausgang von vornherein festgestanden habe. Am Wahlabend gratulierte der CDU-Mann dem neuen Bezirksamtschef trotzdem. „Was wollen Sie, das ist eben Politik“, sagte Frommann. „Wir werden die Arbeit von Herrn Grote jetzt kritisch begleiten.“
Die CDU und die anderen Oppositionsparteien hätten es lieber gesehen, wenn der nicht aus Hamburg stammende Rüdiger Günther die Nachfolge Schreibers angetreten hätte. „Es ist oft besser, wenn da jemand mit unverstelltem Blick rangeht“, so Frommann.
Als zentrale Aufgabenfelder nannte Grote Wohnungsnot und Jugendpolitik. „Wir müssen die bezirkliche Jugendhilfe neu ausrichten“, sagte Grote in Anspielung auf die vergangenen Versäumnisse. Bezahlbaren Wohnraum schaffen – auch das sei eine wichtige Aufgabe.
Und zum Thema Gartenschau: „Wir werden mit den Wilhelmsburgern eine Perspektive für die Zeit nach 2013 formulieren.“
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