64-Jähriger radelt 6.000 Kilometer pro Jahr

Elektro-Ingenieur Reinhard Kiesel fährt täglich mit dem Rad zur Arbeit. Er gewann den BSU-internen Wettbewerb in der Kategorie „Kilometerabreißer“.

Kilometerabreißer: Mitarbeiter der Umweltbehörde fährt täglich mit dem Rad zur Arbeit

Genau so stellt man sich einen Mitarbeiter der Umweltbehörde (BSU) vor: Er ist gerne draußen in der Natur, ernährt sich gesund und fährt immer mit dem Fahrrad zur Arbeit. Auf Reinhard Kiesel, Fachmann für Energieverträge in der BSU, trifft all das zu. Vor allem das Radeln ist ihm wichtig: Rund 1.300 Kilometer hat der 64-Jährige in den letzten sechs Wochen auf seinem Drahtesel abgerissen. Dafür gabs jetzt den ersten Preis im Wettbewerb „Mit dem Rad zur Arbeit“.
56 Mitarbeiter hatten sich an dem BSU-internen Wettbewerb beteiligt, mit dem die Behörde ihre Vorreiterrolle in der schadstoffarmen Mobilität demonstrieren wollte. „Insgesamt wurden so 12.000 Kilometer erradelt“, sagt Behördensprecherin Kerstin Graupner. Mehr als ein Zehntel davon allein von Kiesel, für den das jedoch nichts Besonderes ist, da er schon seit 20 Jahren mit dem Rad zur Dienststelle fährt. „Ich radel täglich anderthalb Stunden von Glinde nach Wilhelmsburg und zurück“, erzählt er. Und zwar bei Wind und Wetter. Insgesamt komme er auf rund 6.000 Kilometer im Jahr, erzählt er.
Hinter dieser Leistung steckt nicht etwa sportlicher Ehrgeiz, sondern in erster Linie ein ausgeprägtes Gesundheitsbewusstsein. „Vor 20 Jahren war ich wegen lebensbedrohlicher Herz-Rhythmus-Störungen im Krankenhaus“, erzählt Kiesel. Diese beängstigende Erfahrung hat den ehemaligen 100-Kilo-Mann wachgerüttelt. „Ich habe meine Ernährung komplett umgestellt und mit dem Radfahren angefangen.“ Ab sofort galt: Kein Salz, kein Zucker, kein Alkohol und nur noch Rohkost. Nach einem Vierteljahr hatte er 20 Kilo weniger auf der Wage und war alle gesundheitlichen Probleme los.
Das ist bis heute so geblieben. Reinhard Kiesel ist Rohkostler und in der Hamburger Veganer-Szene aktiv, will aber auf keinen Fall ein Ernährungs-Fanatiker sein. Seiner Frau zuliebe esse er auch mal Gekochtes. Oder Torte, wenn im Freundeskreis gefeiert wird. „Man sollte das nicht so eng sehen“, sagt er. Den Umzug seiner Behörde nach Wilhelmsburg findet er prima: „In der Mittagspause ist man schnell im Grünen, und um die Ecke gibt es türkische Imbisse mit tollem Rohkostangebot!“
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