30 Telekom-Techniker konnten nicht helfen

Über die Karte und die Blumensamen von der Telekom kann Sibylle Foster nur müde lächeln. Die Georgswerderanerin will nach jahrelangen Ausfällen endlich einen funktionierenden Festnetzanschluss.

Statt Geld zurück bekommt Kundin im Obergeorgswerder Deich Blumensamen

Sibylle Foster ärgert sich seit Jahren über ihren Telefonanschluss. Mal kann sie ohne Probleme telefonieren, dann ist die Leitung wieder wochenlang tot. „Allein im letzten Jahr waren sicher 30 Techniker hier“, erzählt die Georgswerderanerin. Doch bisher konnte keiner die Störungen der Leitung im Obergeorgswerder Deich langfristig beheben. Fosters Briefwechsel mit der Telekom füllt inzwischen einen ganzen Aktenordner. Außerdem kommen sie die Ausfälle teuer zu stehen. Denn ohne Festnetz muss Foster übers Handy telefonieren. Nach vielen Beschwerden hat ihr die Telekom Ende 2013 zugesichert, neben der Grundgebühr auch Handykosten zu erstatten. „Aber auf meine Forderung gab es bisher keine Reaktion“, ärgert sich Foster.
Nach einer längeren Störung von Anfang Dezember bis Ende Januar schickte die 66-Jährige eine Auflistung der Kosten an ihren Telefonanbieter. Für Ausfälle zwischen Oktober 2013 und Januar 2014 soll ihr die Telekom 195 Euro erstatten. Doch statt des Geldes bekam Foster eine Entschuldigungskarte mit einem Tütchen Blumensamen. „Das ist doch toll“, sagt sie ironisch. Reagiert die Telekom nicht auf ihre letzte Mahnung, will Foster einen Anwalt einschalten.
Auf Wochenblatt-Nachfrage zeigt sich die Telekom einsichtig. „Die Kosten werden wie angekündigt erstattet“, sagt Telekom-Sprecher Andreas Fuchs und erklärt: „Es kam dabei in der Tat zu Verzögerungen, die aber auch darauf zurück-zuführen sind, dass uns die nötigen Mobilfunkrechnungen erst im Februar zur Verfügung gestellt wurden.“ Das Geld werde Foster zudem wie gewünscht nicht als Gutschrift, sondern als Überweisung auf ihr Konto erhalten.
Doch warum ist Fosters Anschluss immer wieder gestört? „Grund ist die Anbindung über eine Oberleitung an dieser Stelle, die einfach gegenüber Wettereinflüssen nicht gut zu schützen ist“, sagt Fuchs. „Wir werden Störungsmeldungen des betroffenen Anschlusses künftig priorisieren“, verspricht Fuchs. Kurzfristig ließe sich aber nichts an der grundsätzlichen Situation ändern.
„Möglicherweise ist ein Verzicht auf den Festnetzanschluss und ein kompletter Wechsel zur Mobilfunkversorgung in diesem Fall die bessere Lösung“, rät Fuchs.
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