17 Millionen Euro für die Köhlbrandbrücke

Die Köhlbrandbrücke ist Teil der Haupthafenroute und verbindet die A7 mit den Containerterminals. (Foto: Christiane Handke-Schuller)

Hafenbehörde setzt umfangreiche Sanierung ab April fort – jetzt wird die gesamte Fahrbahn abgedichtet

Damit weiter täglich rund 36.000 Fahrzeuge, etwa ein Drittel davon Lkw, über die 1974 fertiggestellte Köhlbrandbrücke rollen können, arbeitet die Hafenbehörde HPA seit 2006 an einem Grundinstandsetzungsprogramm. Auch in diesem Jahr sind deshalb wieder Sperrungen auf der 3,6 Kilometer langen Brücke, die Teil der Haupthafenroute ist, notwendig. Das Elbe Wochenblatt beantwortet die wichtigsten Fragen.

• Wann gehen die Sanierungsarbeiten wieder los und welche Konsequenzen haben sie für den Verkehr?
Die Arbeit laufen 2015 und 2016 jeweils von April bis November. In dieser Zeit steht in beiden Richtungen nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.

• Wie teuer werden die Arbeiten?
Für die beiden Jahre werden laut HPA rund 17 Millionen Euro gebraucht. Im Wirtschaftsplan der HPA waren für die Köhlbrandbrücke ursprünglich rund vier Millionen Euro vorgesehen. Von einer Erhöhung der Gesamtkosten will HPA-Sprecherin Sinje Pangritz dennoch nicht sprechen. Die jetzt erforderlichen Mittel seien im Wirtschaftsplan für „Fortschreibung Ersatzinvestitionen“ bestimmt gewesen und werden jetzt in die Köhlbrandbrücke investiert, erklärt sie.
2014 hat die HPA unter anderem den Korrosionsschutz und Asphalt erneuern lassen. Kostenpunkt: sieben Millionen Euro.

• Welche Arbeiten sind jetzt notwendig?
Die gesamte Fahrbahnabdichtung der Spannbetonrampen muss erneuert werden. So will man die Brücke vor Tausalzen schützen, die den Beton schädigen könnten. Außerdem werden zwei Hauptlager ausgetauscht, drei neue Fahrbahnübergänge eingebaut, an den Pylonen werden Außenleitern angebracht, und im Bereich Neuhof wird der Korrosionsschutz am Brückengeländer erneuert. Zudem müssen Sensoren, die das Gewicht von Lastwagen messen, ausgetauscht werden.

• Wann ist die Sanierung fertig?
Die Arbeiten für die Grundinstandsetzung der Brücke sollen laut HPA 2017 abgeschlossen werden. Doch auch danach wird noch regelmäßig an der Brücke gearbeitet, um sie instand zu halten. Trotz der Arbeiten sind die Tage der Brücke gezählt, denn die Stahl-Beton-Konstruktion weist Mängel auf. Nach aktuellen Untersuchungen kann die Brücke noch rund 20 Jahre wirtschaftlich betrieben werden.
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