Pokal oder Zementwerk: Diese Männer verpacken alles

Es gibt nichts, das wir nicht verpacken können“, versichern Marc Briese (35) und Heinz Jürgen Tanger (47), die Chefs der Firma akf Siemers GmbH. Das traditionsreiche Familienunternehmen mit Sitz an der Müggenburger Straße feierte jetzt mit rund 800 Mitarbeitern und Kunden aus der ganzen Welt sein 125-jähriges Jubiläum.
Mit einem kleinen Startkapital gründete Adolf Siemers 1886 in der historischen Deichstraße in Hamburg die „Packkistenfabrik Adolf Siemers“. Zunächst spezialisiert auf die Verpackung von Tee und Kaffee, wuchs die Firma zu einer weltweit agierenden Unternehmensgruppe mit inzwischen acht Tochterunternehmen. Darunter zwei Standorte in China.
Kurz nach dem 100-jährigen Jubiläum übernahm der heutige Inhaber Joachim Siemers die Geschäfte. Mit ihm machte die Firma große Fortschritte: Ende der 1980er Jahre verpackte und verschifften die Verpackungsexperten eine ganze Werft nach Nigeria und legten damit einen Meilenstein in diesem Gewerbe. Gab es jemals einen Auftrag, den die Spezialisten ablehnen mussten? Nein, das sei nie vorgekommen. Es gab aber Aufgaben, die recht knifflig waren. Zum Beispiel die Verpackung eines kompletten Feuerwehrfahrzeugs, das vor zwei Jahren nach Afrika verschickt wurde. Auch der fragile Kristallpokal, den ein internationaler Tennisstar bei den German Open in Hamburg gewann, musste behutsam behandelt werden. Eine echte Herausforderung war das Zementwerk, das vor dem Export nach Brasilien in verschiedene Einzelteile zerlegt und dann sorgfältig verpackt wurde. Ohne einen Kratzer kam es an.
Das Haupthaus des Unternehmens befindet sich heute auf einem 20.000 Quadratmeter großen Grundstück auf der Peute. Den schönsten Arbeitsplatz haben die Abteilungen Logistik und Projekte, deren Büros in einem Hausboot auf dem Müggenburger Kanal schwimmen. Im Bereich „Auszubildende“ gibt das Unternehmen gerne jungen Leuten mit Hauptschulabschluss eine Chance. „Mit dieser Strategie haben wir nur gute Erfahrungen gemacht“, sagen Heinz Jürgen Tanger und Marc Brise übereinstimmend. Die beiden sympathischen Chefs haben nicht vergessen, dass auch sie selbst die Karriereleiter erst nach kleinen Umwegen erklommen haben.
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